Einreisebestimmungen Indien – Ist ein Visum für deutsche Touristen Pflicht?

Indien ist eines der beeindruckendsten Länder der Welt. Nicht nur, weil es mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern neben China zu den bevölkerungsreichsten Ländern der Welt gehört, sondern auch weil hier eine uralte Kulturtradition und eine hochtechnologische Moderne aufeinanderprallen. Deswegen ist Indien jedes Jahr ein beliebtes Reiseziel vieler europäischer Touristen.

Wer einige wenige Vorkehrungen bezüglich der Einreisebestimmungen und des Visa-Antrages beachtet, sollte bei einer Reise nach Indien keine Probleme bekommen.

Reisepass und Visum: Gültigkeit prüfen!

Touristen, die nach Indien einreisen wollen, müssen einen Reisepass vorweisen können, der noch mindestens sechs Monate gültig ist. Deswegen heißt es vor dem Indien-Urlaub: Pässe kontrollieren! Eine Verlängerung des Passes beim zuständigen Bürgeramt zu beantragen ist in der Regel schnell und kostengünstig erledigt. Wer allerdings erst einen neuen Pass beantragen muss, weil er bislang nur innerhalb der EU mit seinem Personalausweis gereist ist, sollte dies mit ausreichend Zeit im Voraus tun. Die Ausstellung eines neuen Reisepasses kann unter Umständen einige Wochen in Anspruch nehmen und kostet zudem zur Zeit 60 Euro.

Nur mit Reisepass oder Personalausweis ist eine Einreise nach Indien nicht möglich. Ein Visum beantragt man für Indien bei den zuständigen Konsulaten und Botschaften. Seit einigen Jahren bieten die indischen Behörden auch – wie es in vielen anderen Staaten üblich ist – einen Online-Visumsservice an. Auf den Internetseiten der indischen Regierung können Touristen ein sogenanntes „Visa on arrival“ beantragen und die dafür nötigen Gebühren gleich bezahlen.

Das Visum wird dann bei Ankunft in Indien direkt am Flughafen ausgestellt. Eine Kopie des gültigen Reisepasses kann dafür auch gleich online abgegeben werden – ein Farbscan des Dokumentes per PDF mit erkennbarem Lichtbild reicht dafür aus. Ein Touristenvisum für Indien kostet derzeit umgerechnet zwischen 60 und 70 Euro.

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Weitere Besonderheiten bei der Einreise nach Indien

Indien ist ein schönes Land, aber durch seine vielen verschiedenen Bevölkerungsschichten auch oft von Tumulten geprägt. Immer wieder gibt das Auswärtige Amt in Deutschland deswegen umfangreiche Reise- und Sicherheitshinweise für bestimmte Regionen in Indien bekannt. Besonders bei Wahlen in Gegenden, die oft von ethnischen Konflikten geprägt sind (beispielsweise Kaschmir), raten die deutschen Behörden deswegen wegen akuter Anschlagsgefahr von nicht unbedingt notwendigen Reisen ab.

Darüber hinaus liegen einige Teile von Indien in geographischen Regionen, in denen es häufiger zu Erdbeben kommen kann. Auch hierüber können sich Touristen auf den Seiten des Auswärtigen Amtes informieren und eine Sicherheitsgefährdung ggf. genau abschätzen. Weite Teile des Landes, vor allem die großen Metropolen von Mumbai über Jaipur bis Pune sind für Touristen völlig ungefährlich. Gefahr für Europäer droht hier höchstens aufgrund der besonderen Schärfe des indischen Essens, dass für schwache Mägen nicht immer geeignet ist.