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© by Jens Sieckmann |
1. Tag, 19.08.2005: Die Highlights der LagunenstadtAlle Bilder dieses Tages auf einen Blick. Mitten in der Nacht um 3:30 Uhr begann unser Kurzurlaub, unsere nachträglich arrangierten "Flitterwochen" zu dem Ziel aller Verliebten, nach Venedig. HLX brachte uns mit einer kleinen Fokker in knapp über einer Stunde über die Alpen zum Flughafen San Marco. Nach weiteren gut 20 Minuten im Linienbus betraten wir dann die allseits bekannte Lagunenstadt.
Wir machten und auf geradem Weg (sofern man in Venedig überhaupt davon sprechen kann) Richtung Hotel auf, das im Stadtviertel Cannaregio, nördlich der Rialtobrücke lag. Diese war gut ausgeschildert, ebenso wie ein paar andere Sehenswürdigkeiten. Wir mussten viele kleine Steinbrücken überqueren, so dass unser Rollkoffer seine Vorteile nicht recht ausspielen konnte. Enge Gassen, kleine und ruhige Plätze, marmorne Kirchen, schöne Hausfassaden und immer wieder die einige Meter breiten Wasserstraßen prägten das Stadtbild. Schon nach wenigen Minuten war mir klar, dass wir ohne Stadtplan vollkommen verloren wären, aber zum Glück hatten wir einen Reiseführer dabei. Nach einer kleinen Unterführung [1] erreichten wir den Canal Grande [2]. Während die Sonne im Gassengewirr am Morgen kaum den Weg auf den Boden fand, erstrahlte hier alles in hellem Licht. Das Wasser reflektierte glitzernd an den Kielen der Gondeln. Die kleinen Stege reichten ein paar Meter ins Wasser hinein. Hier, kurz vor der Rialtobrücke [3], herrschte reger Verkehr. Wir überquerten die Brücke und entdeckten etwas später unser kleines Hotel Ca'D'Oro in einer Seitengasse. Bereits um 9:30 Uhr standen wir an der Rezeption, viel zu früh, um das Zimmer zu beziehen, aber rechtzeitig, um das Gepäck stehen zu lassen und unseren Stadtspaziergang fortzusetzen. An der Kirche Giovanni e Páolo [4] hielten wir an, um die strahlend weiße Marmorfassade zu bewundern. Ganz Venedig strotzte vor mal mehr mal weniger hübsch restaurierten Fassaden, Balkonen [5], Giebeln und Fensterrahmen [6]. Wir machten uns in Richtung des Markusplatzes auf und passierten ein Souvenirgeschäft nach dem anderen. Ich konnte damit nichts anfangen, aber Stéphanie hatte schon etwas ins Auge gefasst: einen kleinen Bilderrahmen aus dem berühmten Muranoglas.
Mit abnehmender Entfernung zum Markusplatz nahmen die Preise der Restaurants und Cafés zu. Vorbei an der bombastischen Markusbasilika [7] zur Linken und dem Campanile zur Rechten, landeten wir am Ufer [8] mit Blick auf die Isola di San Giórgio Maggiore [9, 10] und der Santa Maria della Saluti [11]. Nach einem kleinen Imbiss war es schon 12:00 Uhr und wir nahmen die Gelegenheit wahr, die Basilika zu besuchen, zunächst kostenlos. Das variantenreiche Bodenmosaik und die Kuppelgemälde [12] beeindruckten sehr, auch wenn die Kathedrale wegen des dunkelroten Marmors, dem matten Blattgold und dem wenigen Licht, das durch die bunten Kristallglasfenster schien, auf mich einen düsteren Eindruck machte. Draußen dagegen strahlte der Dogenpalast [13] im gleißenden Sonnenlicht. Das Herrscherzentrum vergangener Jahrhunderte spiegelte seine Bedeutung in der kunstvollen gotischen Fassaden wieder. Ein Traum aus Säulen, Bögen und Zinnen. Weiter gen Osten [14] erreichten wir den Rio delle Arsenale, der uns direkt zu zwei Wehrtürmen führte [15]. Hier befindet und befand sich der Eingang zur Schiffswerft. Für die einstige Seemacht Venedig ein äußerst wichtiger Teil der Stadt. Nach einer guten halben Stunde [16] weiteren Fußmarsches blieben wir für eine kleine Siesta im Hotel, aber nicht ohne vorher noch ein leckeres Eis gegessen zu haben. Am Abend trieb uns das fabelhafte Wetter noch einmal hinaus. Die tief stehende Sonne tauchte die Stadt in wunderschönes Licht [17, 18, 19]. Das Fotografieren wurde dadurch zum reinen Vergnügen. Wir bezahlten sechs Euro, um dem Campanile de San Marco [20] heraufzufahren und - wie es im Reiseführer hieß - Venedig ins Dekolleté [21] zu schauen. Wunderschöne Ausblicke, wohin man auch sah. Die Inseln, der Markusplatz [22], die Biennale, der Dogenpalast. Die Stadt lag zu unseren Füßen. Auch am Abend hat man den Turm natürlich nicht für sich allein, aber auf jeden Fall besser, als sich mittags die Beine eine halbe Stunde lang in den Bauch zu stehen.
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