Einleitung

Samba, Sonne, Strand. Das mögen die ersten Begriffe sein, die einigen zu Lateinamerika einfallen. Angst, Armut und Ausbeutung sagen andere. Der gesamte Kontinent war (und ist mancherorts noch) Spielball der Großmächte USA und Europa.

Ziehen wir den Kreis ein wenig enger und nennen unsere Reiseziele: Peru und Bolivien, die klassischen Andenstaaten Südamerikas. Schnell kommen uns nun weitere Dinge in den Sinn: Kolonialgeschichte, Inka oder Panflötenmusik. Salzseen, Kathedralen oder Jaguare. Mythologie, Drogen oder Korruption. Urwald, Katholizismus oder Kartoffeln. Je mehr man über diese Länder erfährt, desto schneller erkennt man ihre Vielfalt: kulturell, gesellschaftlich, landschaftlich und in vielerlei anderer Hinsicht. Und diese Vielfalt ist Garant für unvergessliche Eindrücke und Erfahrungen.

Leider war es für uns nicht möglich (und wohl auch für niemand anderen) die Mannigfaltigkeit dieser vielleicht schönsten Region Südamerikas in nur drei Wochen zu erleben. Peru und vor allem Bolivien erschienen uns als die ursprünglichsten Länder des Kontinents. Unser Schwerpunkt fiel dabei auf das Andenhochland und die größeren Städte mit ihren prächtigen Kolonialbauten. Die Küste und das Tiefland ließen wir außen vor. Aber auch so kamen wir auf eine zurückgelegte Strecke von mehreren tausend Kilometern.

Auf eigene Faust unterwegs fühlten wir uns am wohlsten und erlebten hautnah gigantische Ruinen, schneeweiße Kolonialarchitektur, endlose Salzwüsten, heiße Quellen, bunte Märkte und tratschende Frauen. Ein viel zu kurzer Streifzug durch das Herz Südamerikas, an das schon viele Reisende selbiges verloren hatten.

Dieser Reisebericht zeigt