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© by Jens Sieckmann |
20. Tag, 20.02.1999: Coromandel PeninsulaAlle Bilder dieses Tages auf einen Blick.
Ein ruhiger, aber keinesfalls ereignisloser Tag begann heute ausnahmsweise erst sehr spät um 9:30 Uhr. Der gestrige Wetterbericht versprach für heute Regen, doch die Sonne schien vom blauen Himmel herab [1]. Über solche mißlungenen Wettervorhersagen kann man sich nur freuen. Zum Glück gibt es in Neuseeland keinen Kachelmann. Wir starteten einen Radausflug zu zwei Naturschauplätzen der Coromandel Halbinsel: der "Cathedral Cove" und dem "Hotwater Beach". Da die Low Tide heute um 17:00 Uhr erwartet wurde, planten wir den Nachmittag für den Hotwater Beach ein. Den Vormittag sahen wir dementsprechend für die Cathedral Cove vor.
Wir fuhren zunächst mit einer kleine Fähre, die auch unsere Fahrräder beförderte, auf die andere Seite der Mercury Bay, um den Ort Hahei zu erreichen [2]; der kürzeste Weg, zur Cathedral Cove zu gelangen. Ähnlich einem Bogen einer Kathedrale befindet sich dort am Strand ein kleiner Tunnel im Kalkstein; ein beeindruckendes Kunstwerk der Natur. Nach ca. 15 Kilometern kamen wir um 11:00 Uhr in Hahei an. Hoch auf einem Berg [3, 4] begann ein halbstündiger Wanderweg hinunter zur Cathedral Cove am Strand [5]. Nach über einer Stunde Aufenthalt, der unter anderem daraus bestand, die Cathedral Cove "menschenfrei" zu fotografieren [6], wanderten wir zurück zu den Rädern und fuhren weiter zum Hotwater Beach, der etwa sechs bis acht Kilometer entfernt, südlich lag.
Der Hotwater Beach [7] ist ein außergewöhnlicher Strand. Der unter dem Sand befindliche Vulkan erhitzt das überlaufende Wasser, das bei Low Tide (die wir ja zeitlich genau abpaßten) mit etwas Buddelei leicht zugänglich ist und zum heißen Bad einlädt. Man mußte allerdings höllisch aufpassen, daß man sich nicht den Hintern verbrannte. Das dies doch öfter geschah, konnte man an den Schreien und hektischen Bewegungen, die denen eines aufgescheuchten Huhnes nicht unähnlich waren, erkennen. Aber auch zum normalen Baden war der Strand gut geeignet, jedoch nicht ungefährlich. Die meisten Reisteilnehmer, ich auch, waren zu faul, um mit dem Fahrrad den Heimweg anzutreten und so las Jörg uns auf und fuhr uns zurück zur Unterkunft.
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