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© by Jens Sieckmann

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15. Tag, 15.02.1999: Wellington - Wanganui

Alle Bilder dieses Tages auf einen Blick.


Beschreibung: Stadtbesichtigung Wellington und Busetappe nach Wanganui
Strecke: Wellington - Wanganui (Bus)
Höhepunkte: Wellington, Wanganui

Um 9:00 Uhr starteten wir gemeinsam zu einer Stadtrundfahrt mit dem Bus durch Wellington, der Hauptstadt Neuseelands. Neben der Funktion als Sitz der Regierung und vieler nationaler Organisationen bietet Wellington auch eine Menge Kunst und Kultur. Interessanterweise wurde die Stadt am Reißbrett in London im quadratisch-praktischen Schachbrettformat geplant. Man beachtete jedoch nicht die teils extreme Hanglage, die dazu führte, das Verbindungsstraßen zwischen den am Hang verlaufenden Straßen überhaupt nicht gebaut werden konnten, weil sie einfach viel zu steil gewesen wären. So mußte man auf Treppen als Verbindungswege ausweichen, die lustigerweise nun Straßennamen tragen.

Der erste Halt der Stadtrundfahrt befand sich auf dem Mount Victoria, von dem aus man einen guten Ausblick auf Wellington hatte, auch wenn dieser heute etwas durch den wolkenverhangenen Himmel getrübt wurde [1, 2]. Danach erkundeten wir das Regierungsviertel der Stadt. Die prunkvollen marmornen alten Gebäude [3] standen im Gegensatz zum modernen Parlamentsgebäude, dem "Bee Hive", das, wie der Name schon sagt, einem Bienenstock ähnelt. Nur 200 Meter entfernt lag das zweitgrößte Holzbauwerk der Welt [4], heute ein Universitätsgebäude. Von außen wie ein normales Steinbauwerk anzusehen, war es doch in Wahrheit aus Tonnen von Holz errichtet worden.

Ein Stück weiter auf der anderen Straßenseite befand sich die Old St. Paul's Church [5], die durch ihre alte Architektur mit vielen kunstvollen Schnitzereien und Glasfenstern einen starken Kontrast zu den umliegenden Gebäuden schuf.

Nun stand eine kurze Fahrt mit der wellingtonschen Cable Car [6] an, die uns den steilen Berg hinaufbrachte. Die liebevoll restaurierte und modernisierte Bahn und deren Stationen machten einen sehr gepflegten Eindruck.

Der Bus fuhr uns in die belebte Innenstadt [7], zum Museum Te Papa, ein staatliches, kostenfreies Museum, das einige sehr interessante Einblicke in die geologische Geschichte und die Kultur der Maori bot. Einer der Höhepunkte des modernen, hervorragend ausgestatteten und geräumigen Museums war die Erdbebensimulation in einem eigens für diesen Zweck gebauten Haus. Ergänzt durch ein Video erlebte man den Schrecken eines Erdbebens hautnah.

Wir hatten noch ca. zwei Stunden für einen Stadtbummel, den ich für einen Souvenireinkauf und einen kleinen Imbiß in der City nutzte, bevor wir nach Wanganui aufbrachen.

Wellington

Nach fast drei Stunden Busfahrt einschließlich Pausen am Straßenrand mit Blick auf Kapiti Island, kamen wir in Wanganui an, eine der ältesten Städte Neuseelands, die von vielen Maori bewohnt wird. Deshalb machten wir auch einen kleinen Abstecher zu einer Maori-Kirche, die mit ihren reichen Schnitzereien zu beeindrucken wußte.

Wanganuis Innenstadt [8, 9, 10] ist renoviert worden und insbesondere architektonisch und touristisch sehr attraktiv. Kein Haus glich dem anderen, alle hoben sich farblich ab und unterschieden sich in ihrer Bauweise. Die überdachten Bürgersteige am Straßenrand wurden durch Blumenkübel geschmückt, die an der Decke aufgehangen waren. Wer nicht wußte, daß die Bewässerung dieser Blumen automatisch zu einer bestimmten Zeit ausgelöst wurde, wurde durch einen kurzen "Regenschauer" (auch bei Sonnenschein) überrascht.


14. Tag: Marahau - Wellington 16. Tag: Wanganui - Tongariro NP