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© by Jens Sieckmann |
8. Tag, 08.02.1999: Makarora - HaastAlle Bilder dieses Tages auf einen Blick.
Auch heute begann der Tag um 9:00 Uhr aktiv mit dem Fahrrad. Einer der längsten Strecken der gesamten Tour mußte bewältigt werden. Der Abend des letzten Tages versprach Regen, doch zu unser aller Freude beglückte uns wieder einmal ein fast wolkenfreier Himmel und das in einem der regenreichsten Gebiete der Erde.
Nachdem wir zuerst dem State Highway 6 [1] am Südausläufer der Southern Alps [2] Richtung Norden folgten [3, 4], der uns nach einigen Kilometern direkt in den Regenwald führte, hielten wir nach einer Steigung am Beginn des kleinen Wanderwegs zu den Blue Pools an, den wir auch sogleich beschritten. Über eine Hängebrücke [5], die den Makarora River [6] überspannte, und einigen schmalen Holzbrücken, gelangten wir zu den blaugrünen Teichen und Bächen, die in ihrer satten Farbe glitzernd das Sonnenlicht reflektierten, von Felsen und Wald umgeben [7]. Jeder Zentimeter Landschaft trug zur ungemein idyllischen Atmosphäre dieses Ortes bei. Ich verstehe nun, warum Neuseeland auch "God's Own Country" genannt wird. Wieder zurück auf den Sätteln, bewältigten wir den strammen Anstieg zum Haast Pass, 563 Meter über dem Meer. Nach einer Erholungspause begann die rasante Abfahrt [8], immer noch mitten im Urwald [9]), begleitet von sprudelnden, erfrischenden Flüßchen und Wasserfällen hinunter durch die Haast Gates, einer Brücke über den Haast River, die uns einen Blick in die tiefe Schlucht gewährte.
Kurz danach führte ein kleiner Weg durch den Wald zu den Thunder Creek Falls [10]. Dort ergoß sich ein Wasserfall [11], der aber aufgrund der wenigen Niederschläge relativ harmlos erschien. Ebenso wie ich fanden leider auch die Sandflies diesen Ort sehr faszinierend. Die Abfahrt neigte sich dem Ende, von nun an waren es noch ca. 50 Kilometer bis Haast Village. Nach 25 Kilometern lud uns ein weiterer Wanderweg zum Forest Walk ein [12]. Dieser endete an einem Wasserfall [13] in den Haast River [14, 15], in dem Steffen ein kühles Bad wagte. Die letzten 25 Kilometer waren ziemlich anstrengend, da uns der entgegenkommende Wind des öfteren Sand in die Augen blies. Allerdings bot der aufwirbelnde Sand zusammen mit dem Licht und dem Wasser ein bizarres Naturschauspiel. Schließlich und endlich erreichten wir die Heritage Park Lodge in Haast, die unsere heutige Bleibe darstellte. In unmittelbarer Nähe befand sich eine nette kleine Taverne, in der wir zu Abend aßen und etwas Pool spielten (wenn ich das, was wir taten, mal als solches bezeichnen darf).
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