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© by Jens Sieckmann

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4. Tag, 04.02.1999: Milford Sound

Alle Bilder dieses Tages auf einen Blick.


Beschreibung: Ausflug mit dem Flugzeug und Boot zum Milford Sound
Strecke: Queenstown - Milford Sound und zurück (Flugzeug)
Milford Sound - Tasman Sea und zurück (Bus)
Höhepunkte: atemberaubener Milford Sound

Heute erwartete uns einer der Höhepunkte der Neuseelandreise: der Milford Sound. Der im Fiordland National Park, offizielles Weltkulturerbe und Neuseelands größter Nationalpark, gelegene Fjord ist isoliert und kaum erschlossen und genau deswegen so faszinierend, unberührt und eindrucksvoll. Die zerklüfteten, mächtigen Felsformationen und die immergrün bewachsenen Ufer wurden durch die Gletscher der Eiszeit geformt, eine Landschaftskulisse, die nicht umsonst oft als das achte Weltwunder betrachtet wird.

Wir standen zeitig um 6:00 Uhr morgens auf, um um 7:00 Uhr Queenstown mit einem Bus, der uns vor unserer Unterkunft abholte, zu verlassen. Dieser brachte uns zum nahegelegenen Flugplatz, wo wir dann um ca. 8:00 Uhr mit einer kleinen Propellermaschine gen wolkenfreiem Himmel starteten. Ein Naturschauspiel wurde vom nächsten abgelöst. Der Hinflug verlief über den Shotover River, Lake Wakatipu [1] und dem Gebirge [2] zum Milford Sound, der uns nach der Landung [3] sofort mit lästigen Sandflies empfing. Ein Bus brachte uns zur Anlegestelle der Boote, wovon uns eins durch den Fjord schippern sollte.

Nach kurzer Wartezeit startete unser Boot zu einer unvergeßlichen Fahrt durch unverfälschte Natur. Zur rechten bekamen wir die ersten Wasserfälle, die Bowen Falls [4], zu sehen. Trotz der fast senkrecht abfallenden Felswände gelang es den teils sehr knorrigen Bäumen halt zu finden und so die Ufer in sanftem Grün erscheinen zu lassen [5, 6]. Der Mitre Peak [7], dessen Spitze, wir der Name schon sagt, einer Bischofsmütze ähnelt, türmte sich mit seiner stattlichen Höhe von 1710 Metern erhaben vor uns auf. Er ist einer der höchsten sich direkt aus dem Meer erhebenden Berge. Unterhalb des Mitre Peak hat der Fjord mit 265 Metern seine tiefste Stelle. In diesem Moment fielen die ersten Strahlen der noch schwachen Morgensonne auf das Wasser des Fjords [8, 9], was eine ganz besondere Atmosphäre aufkommen ließ. Erstaunlich war der rege Verkehr, der schon am Morgen hier am Milford Sound herrschte [10].

Flugroute zum Milford Sound
Bootsroute am Milford Sound

Weiter ging die Bootsfahrt Richtung offenes Meer [11], genauer gesagt der Tasman Sea [12], wo das Boot kehrtmachte und an der anderen Seite des Fjords weiterfuhr [13]. Eine kleine Pause gewährte uns einen Blick auf die Stirling Falls [14, 15], einen 146 Meter hohen Wasserfall, benannt nach Kapitän Stirling, der einst durch den Milford Sound segelte. Danach sahen wir ein paar Seelöwen [16], die sich auf den Steinen in der Sonne aufwärmten. Sie schienen genau zu wissen, daß sie ein Blickfang waren, denn sie posierten vor unseren Fotokameras wie es Claudia Schiffer nicht hätte besser machen können.

Milford Sound
Seelöwen am Milford Sound

Schließlich endete die anderthalbstündige Tour wieder an der Anlegestelle [17], der Bus brachte uns zurück zum Flugplatz und das Flugzeug startete zum Rückflug, der aber anders als der Hinflug verlief. Wir überquerten den Milford Track, eine 53 Kilometer lange Wanderroute durch den Fiordland National Park und flogen über Mount Anau, von dessen Bergsee die fünft höchsten Wasserfälle der Welt (und Neuseelands höchste), die Sutherland Falls [18], in die Tiefe stürzten.

Kurz nach Mittag waren wir bereits wieder im Hotel und verbrachten den restlichen Tag mehr oder weniger faulenzend in Queenstown [19]. Queenstown hat nur 3500 Einwohner, aber 15000 Touristen und alles, was eine Stadt braucht, einschließlich Bekleidungs-, Souvernir-, Sportartikelläden und Büros der örtlichen Reiseveranstalter. Ein sehr schöner Ort, an dem man zweifelsfrei länger hätte verweilen können.

Ein Spaziergang durch die Queenstown Gardens vermittelte wieder etwas britische Geschichte und Lebensgefühl. In den schön eingerichteten Gärten mit kurz gestutztem Rasen, kleinen, von Seerosen bedeckten Bächen, bowlten ein paar feine, ganz ein weiß gekleidete Herren. Marvelous!


3. Tag: Lake Tekapo - Queenstown 5. Tag: Queenstown - Wanaka