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© by Jens Sieckmann

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3. Tag, 03.02.1999: Lake Tekapo - Queenstown

Alle Bilder dieses Tages auf einen Blick.


Beschreibung: Rad- und Busfahrt durch Otago und nach Queenstown
Strecke: Lake Tekapo - Twizel (Fahrrad)
Twizel - Cromwell - Queenstown (Bus)
Kilometer: 40 (Fahrrad)
Höhepunkte: Obst bei Mama Jones, Barbaras Bungeejump, Queenstown

Zum Start der zweiten Etappe unserer Tour war der Himmel bedeckt und mit kurzer Radhose durchaus kühl aber nicht unangenehm. Der Radweg führte von unserer Unterkunft am Lake Tekapo entlang des Kanals [1, 2] zum Lake Pukaki. Die Landschaft änderte sich kaum. Wir befanden uns immer noch im trockenen Hochland der Mackenzie-Ebene. Glücklicherweise waren die am Ufer des Kanals aufgestellten Warnschilder mit der Aufschrift "strong winds" heute nicht berechtigt, denn es wehte nur ein relativ laues Lüftchen.

Am Lake Pukaki [3] angelangt, bogen wir nach einer schnellen Abfahrt auf den State Highway ab, der uns um den See führte. Auf einem Parkplatz ein paar Kilometer vor Twizel endete die Strecke am frühen Mittag. Lake Pukaki und Lake Tekapo sind Teil eines großen Projektes zur Energiegewinnung durch Wasserkraft, das viele Bewohner im Umkreis mit Strom versorgt.

Im Bus reisten wir zur Segelfliegerstadt Omarama, wo wir uns ein kleines Mittagessen genehmigten. Danach ging es über den 971 Meter hohen Lindis Pass [4, 5] zunächst zum Lake Dunstan [6, 7], einem Stausee und anschließend nach Cromwell, einer Goldgräberstadt, durch die der Fluß Kawarau [8, 9, 10] mit seinem dunkelgrünen Wasser in einer tiefen Schlucht fließt und auf dem einige wagemutige Riverrafter zu erkennen waren.

In diesem Gebiet, Otago genannt, befindet sich eines der fruchtbarsten Obstanbaugebiete Neuseelands. Mama Jones, vor 30 Jahren aus Griechenland eingewandert, verkaufte in ihrem Laden schiere Unmengen an Obst in vielen Formen und Farben (und in einigen mir völlig unbekannten) [11]. Diese Gelegenheit ließen wir uns natürlich nicht entgehen und kauften jede Menge frisches Obst.

Kawarau River

Der Höhepunkt des Tages aber stellte Barbaras Bungee-Sprung von der 43 Meter hohen, weltberühmten Kawarau Bridge [12], dem Geburtsort des Bungeejumping, dar. Zuerst etwas unsicher mit ein paar "mißlungenen" Versuchen erfüllte sich ihr langersehnter Traum aber schließlich doch und sie sprang todesmutig in die Tiefe. Eigentlich wollte ich ja auch springen, aber ich mußte mit meinem Geld haushalten (hüstel, hüstel).

Es waren noch ein paar Kilometer nach Queenstown zurückzulegen. Dort bezogen wir dann am späten Nachmittag unsere luxuriösen Quartiere, erkundeten den Strand von Queenstown [13] und aßen im "The Lone Star" zu Abend. "The Lone Star" war ein amerikanisches Steakhouse, das neben dem feinen Essen auch eine interessante Bedienung bot. Der extrovertierte Kellner antwortete auf die Frage, woher er käme, nur mit "from hell!".

Da wir Barbaras Bungee-Sprung bisher noch nicht feiern konnten, beschlossen wir, es in einer Kneipe nachzuholen, was wir dann auch ausgiebig und feuchtfröhlich taten, völlig normal, wenn man bedenkt, daß die Nacht morgen früh um 6:00 Uhr zuende ist :-). Zu guter letzt probierten wir auch noch eine weitere Kneipe mit netter Live-Musik aus und landeten dann doch schon um eins in unseren Heiabetten.


2. Tag: Christchurch - Lake Tekapo 4. Tag: Milford Sound