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© by Jens Sieckmann

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2. Tag, 02.02.1999: Christchurch - Lake Tekapo

Alle Bilder dieses Tages auf einen Blick.


Beschreibung: erste Etappe durchs Canterbury
Strecke: Christchurch - Ashburton - Fairlie (Bus)
Fairlie - Lake Tekapo (Fahrrad)
Kilometer: 42 (Fahrrad)
Höhepunkte: Mackenzie Hochebene, türkiser Lake Tekapo, Wanderung zum Mount John

Der Tag begann mit einem Frühstück im Hotel. Nach dem ausführlichen Mahl stiegen wir um 9:00 Uhr in den Begleitbus und fuhren durch das Gebiet, das als Canterbury bekannt ist. Diese relativ trockene Region östlich der Alpen ist sowohl durch endlose Felder, Wiesen und Weiden (hauptsächlich für die Schafe) als auch durch den Weinanbau geprägt.

In Ashburton, einer Kleinstadt, die von vielen Rentnern bewohnt wird, hielten wir an, um uns im Supermarkt kulinarisch für die nächsten Tage einzudecken.

Die Reise führte weiter auf die Mackenzie Hochebene, benannt nach dem alten gälischen Schäfer Mackenzie, der vor langer Zeit nach Neuseeland eingewandert war, um Schafzucht zu betreiben (und auch nur gälisch sprach). Er wachte mit seinem treuen Schäferhund über eine Herde von 1000 Schafen, was zur damaligen Zeit undenkbar war, da man für ein solches Unterfangen normalerweise mindestens zehn Schäfer und ebenso viele Schäferhunde benötigte. Als man seine Herde entdeckte, nahm man an, sie sei gestohlen und der Schäfer konnte sich wegen seiner mangelnden Sprachkenntnisse nicht verteidigen. Er verschwand schließlich auf so spurlose Weise wie er gekommen war.

In Fairlie hielt der Bus an, wir luden unsere Fahrräder ab und begannen unsere erste Radetappe [1]. Wir radelten relativ unbeschwert mit einer größeren und einer kleineren Steigung durch grasbewachsenes, bergiges Land und über einen kleinen Fluß [2]. Eine erste kuriose Unterbrechung gönnten wir uns beim "Shoe Fence" [3], ein Zaun, der von mittlerweile über hundert Schuhen behangen ist. Nach einigem Überlegen entschied ich mich dann aber doch gegen eine Ergänzung meiner Reisegarderobe. Auf halber Strecke stießen wir am rechten Wegesrand auf ein interessantes Haus, dem "Yodler", ein von schweizer Einwanderern geleitetes Gasthaus. Nach einem kleinen Imbiß ging es weiter hoch und kurvig zum Mount Dobson durch Farmland [4] an einem kleinen See vorbei [5] und schließlich wieder bergab zum Lake Tekapo [6], den wir um ca. 15:30 Uhr erreichten und dessen gleichnamiger Ort unsere komfortable Unterkunft, das "Chalet", beheimatete.

Lake Tekapo

Lake Tekapo [7] wird von Schmelzwasser gespeist. Die unwirklich erscheinende türkise Färbung entsteht durch den von Gletschern verursachten Felsabrieb: feinster Steinpuder, den Gebirgsbäche in den See hineintragen. Das Türkis steht im starken Kontrast zur umgebenden Ebene, die von hellbraunen Tussock-Gras überzogen ist [8].

Um 17:00 Uhr brachen wir erneut auf, diesmal zu Fuß, zur Erkundung des Mount John (das dann allerdings nicht vollständig gelang) [9]. Die Wanderung führte teilweise um den Lake Tekapo, vorbei an der Kirche des "Good Shepherd", die mit der bronzenen Skulptur eines Schäferhundes geschmückt ist, durch einen Wald bergauf zum Mount John. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit ersparte ich mir den ganzen Aufstieg, konnte aber auch so einen herrlichen Ausblick auf den See und die kleine Siedlung genießen.


1. Tag: Christchurch 3. Tag: Lake Tekapo - Queenstown