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© by Jens Sieckmann |
Über den Mosel-Radweg ist schon viel geschrieben worden. Er ist einer der beliebtesten Radfernwege Deutschlands und entsprechend touristisch ausgebaut. Von Thionville in Lothringen bis zum Rhein in Koblenz sind mit ein paar Ausnahmen asphaltierte, gut zu befahrende und verkehrsarme 300 Kilometer Wege vorhanden, oftmals an beiden Ufern. Lediglich hinter Cochem führt ein längeres Teilstück entlang der Hauptstraße. Verbindungen zu anderen Radwegen sind vorhanden: der Saar-Radweg ab Konz, diverse Routen durch die Eifel ab Wasserbillig (Sauer), Trier (Kylltal), bei Bernkastel-Kues (Maare-Mosel) und Bullay (Vulkanroute), der Nahe-Hunsrück-Mosel-Radweg in Neumagen-Dhron oder der Rhein-Radweg in Koblenz. Landschaftlich besticht die Mosel durch seine engen Schleifen und den Flusstälern, die von den teils sehr steil abfallenden Bergflanken umgeben sind. Ein Umweg hinauf auf einen Weinberg lohnt bei gutem Wetter auf jeden Fall. Die Sicht ist dann fantastisch. Auch kulturell kann die Moselregion mit vielen Highlights aufwarten. Die Städte Metz, Trier und Koblenz sind allesamt sehr sehenswert und gespickt mit historischen Denkmälern, architektonischen Reizen und vielen Kleinoden. Vor allem die Römer trugen ihren Teil dazu bei. Kaiservilla, Porta Nigra, Amphitheater, Villa Rustika und das Römerschiff sind nur ein paar Beispiele. Die kleinen Orte wie Neumagen-Dhron, Bernkastel-Kues oder Traben-Trarbach, wenn auch oftmals touristisch ähnlich überlaufen wie beispielsweise Rüdesheim, zeichnen sich daneben durch ihren pittoresken Charme aus. Man sollte sich Zeit lassen und das Radfahren genießen. So gut wie hier wird man nur selten in Deutschland einkehren können. Alle paar Kilometer fordern Schildern den Radfahrer sogar direkt dazu auf "200 Meter, rechts, Straußwirtschaft Müller mit Biergarten. Radfahrer willkommen!". Wer all diesen Einladungen folgt, wird wohl abends in Schlangenlinien fahren oder unfreiwillig in der Mosel baden gehen. |
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