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© by Jens Sieckmann |
6. Tag, 30.05.2003: Tollensesee, NeubrandenburgAlle Bilder dieses Tages auf einen Blick.
Unsere vorletzte Tour fand am und um den Tollensesee statt. Mit dem Auto fuhren wir bis zum Parkplatz in Usadel und von dort einmal im Uhrzeigersinn um den See, durch Alt Rehse, die Kreisstadt Neubrandenburg zurück über Klein Nemerow nach Usadel. Die erste Strecke am Lieps verlief zügig bergab durch Zippelow und Wustrow nach Alt Rehse. Hier mussten wir die schönen Abfahrten durch einige kleine aber kräftige Aufstiege wieder wettmachen. Im übrigen beglückte uns auch heute wieder das Wetter mit strahlendem Sonnenschein bei 27 Grad. Alt Rehse, ein sehr feines und wohlhabenes Dorf, schmückte sich mit einem Ensemble von hübschen backsteinernen Häusern mit Reetdach [1, 2, 3]. Durch ein sehr schönes Waldstück [4] fuhren wir dann weiter bis nach Neubrandenburg. Der Park vor der Stadt wurde durchzogen von vielen Kanälen, die weiter hinten zu Bootshäusern führten. Für Paddler ein Paradies.
Die Innenstadt von Neubrandenburg wurde von einer vollständig erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer [5] umgeben. Neben dem doppeltem Haupttor im Norden an der Hauptstraße gab es weitere Tore [6] an den einzelnen Ringstraßen. Quasi in die Mauer hineingebaut waren alte Fachwerkhäuser. Der Eingang zu diesen Wiekhäsuern (Wachhäusern) [7] lag jeweils seitlich in der Stadtmauer, aber zwei Meter höher ragten die Häuser dann nach innen hinein. Sie sind heute immer noch bewohnt und bewirtschaftet. Es heißt, dass dem Gründer Neubrandenburgs das Bild einer italienischen Stadt vor Augen schwebte, als er den kreisrunden Stadtgrundriss ziehen und darin ein fast gleichmäßiges Straßengitter anlegen ließ. Weiter Richtung Süden erreichten wir Klein Nemerow, dass wir schon während unserer Dienstags-Tour kennen gelernt hatten. Der letzte Teil der relativ kurzen Etappe endete nach häufigen Auf und Ab in Usadel. Am Nachmittag blieb noch genügend Zeit, um die nahe gelegene Burg Stargard [8] mit dem Auto zu besuchen, eine mittelalterliche Burg aus dem 13. Jahrhundert. Die Gelder zu Erhaltung dieses Kulturgutes fehlten leider, und so waren einige Stellen bröckelig und einsturzgefährdet. Nichtsdestotrotz wurden hier Konzerte und Feste abgehalten. Gerade heute fand eine Hochzeit statt.
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