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© by Jens Sieckmann |
3. Tag, 27.05.2003: HohenzieritzAlle Bilder dieses Tages auf einen Blick.
Auch heute begann und endete unsere Etappe an unserem Quartier in Neustrelitz. Diesmal nahmen wir uns das nördliche Gebiet bis zum Tollensesee vor. Die Strecke verlief nach Hohenzieritz, über Prillwitz, Usadel nach Klein- und Groß-Nemerow am Tollensesee. Von hier ging es wieder Richtung Süden über Zachow, Wanzka, Rödlin und Thurow zurück nach Neustrelitz. Der erste Streckenabschnitt führte entlang der Bahn durch den Wald. An einem sehr schönen kleinen See [1] trafen wir auf vier Radler, die uns für ein paar Kilometer auf dem Weg nach Hohenzieritz begleiteten. Sie waren auf einer einwöchigen Rundtour mit Start in Plau am See unterwegs und gestern von Waren aus nach Neustrelitz herübergekommen.
Vor Hohenzieritz mussten wir einen kleinen Berg bewältigen, etwas, das wir im vermeintlich flachen Mecklenburg noch häufiger taten. Hohenzieritz war der Wohnsitz der 1810 verstorbenen preußischen Königin Luise, deren Schloss [2] hier zu besichtigen war, und die damals vom Volk geliebt und verehrt wurde. Vieles in der Gegend wurde nach ihr benannt. Der Schlosspark auf der Rückseite wurde gerade neu bepflanzt. Hinter dem Park am Rundgang eröffnete sich eine herrliche Weite von Pusteblumen bewachsenen Wiesen [3]. Der Radweg bog nun nach Osten ab und schmiegte sich an den Tollensesee [4]. An einem leicht zu übersehenden kulturellen Kleinod in Klein-Nemerow verbrachten wir unsere Mittagspause, denn hier standen die Außenmauern einer alten Feldsteinscheune [5] aus dem 14. Jahrhundert. Ein nettes, ruhiges Plätzchen am See. An den Feldern bei Groß-Nemerow vorbei durchquerten wir Zachow, ein kleines Dorf mit einer hübschen, hierzulande typischen Backsteinkirche. Durch den Zachower Wald erreichten wir Wanzka. Die hier befindliche Klosterkirche [6] bot für mich einen neuen Anblick. Zwar war es der charakteristische unverwüstliche Backsteinbau, doch gab es einen frei stehenden kleinen Glockenturm unter einem Holzdach. Diese Art der Kirchenarchitektur war mir bisher unbekannt. Weiter südlich in Zinow stieß der Radweg auf die Bundesstraße 198. Ein ganz frisch asphaltierter Radweg brachte uns durch den Wald bis nach Neustrelitz. Unser Abendessen nahmen wir heute nicht im Restaurant, sondern in unserer Unterkunft ein. Gegen Kartoffelsalat mit Bockwürstchen war nichts einzuwenden, zudem wir als Beilage noch den grünen Teller unserer Vermieter dazu nahmen. Besonders die sauer eingelegten Zucchinis waren absolut köstlich.
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