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© by Jens Sieckmann |
Der Maintal-Radweg führt fast immer entlang des Flusses und ist in weiten Teilen beidseitig befahrbar mit genügend Brücken zum Uferwechsel. Er ist gut ausgeschildert und auch für weniger gut konditionierte Radler wegen den nicht vorhandenen Steigungen empfehlenswert. An den Hängen in den Dörfern und Städten weiter abseits des Flusses wird es allerdings dann ab und zu etwas steiler. Landschaftlich ist es angenehm, aber sicher kein Highlight deutscher Flusstouren. In meiner Erinnerung schnitten Lahn und Mosel etwas besser ab. Allerdings sind die Städte und Dörfer fast durchweg sehr sehenswert. Gut erhaltene oder noch besser: hervorragend restaurierte Altstädte, Kultur-, Freizeit- und weitere Tourismusangebote lassen auf eine gut funktionierende Kulturbehördenlandschaft schließen. Auch bei den Unterkünften fühlten wir uns immer willkommen und gut aufgenommen. Wir hatten uns vorher bei der Buchung auf private Zimmervermieter versteift, weil man auf diese Weise immer sehr günstig wegkommt, abends/nachts seine Ruhe hat, aber trotzdem den Kontakt zum hiesigen Menschenschlag nicht verliert. Man unterhält sich bei der Ankunft oder Abfahrt dann doch immer wieder ein paar Minuten mit den Gastgebern und erhält von ihnen manchmal wertvolle Tipps für Restaurants oder andere touristische Angelegenheiten. Eine Vorausbuchung der Unterkünfte, wie wir es zunächst für richtig hielten, war nicht notwendig. Wir hätten in jeder Stadt Zimmer gefunden. Ob man lieber völlige Freiheit bezüglich der täglichen Radkilometer und zu fahrender Route haben möchte oder vorher alles samt Strecke und Übernachtungen bombensicher vorbereitet, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Vieles hängt vom Reiseziel, -zeit und der Anzahl der Teilnehmer ab. Natürlich gibt es mittlerweile auch zahlreiche Radreiseveranstalter, die Touren zum Pauschalpreis anbieten. Aber die Vorteile, die man aus diesen Reisen entnehmen kann, also keinerlei Reise- und Routenvorbereitung, ortskundige Begleiter und Gepäcktransport, wiegen meiner Meinung nach nicht die Nachteile wie fehlende Reisefreiheit, Wahl der Unterkunft und höhere Preise auf. Gerade bei kleineren Flusstouren verschwinden die Vorteile fast ganz, da man kein Kartenmaterial zur Streckenfindung benötigt und das Gepäck sich problemlos selbst transportieren lässt. Eine Grundausrüstung für den Radler, wie z.B. Packtaschen, Rad- und Regenbekleidung, sowie Basiskenntnisse über das Fahrrad einschließlich Reparatur sollte man allerdings haben. |
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