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© by Jens Sieckmann

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3. Tag: 31.03.2002, Gießen - Limburg

Alle Bilder dieses Tages auf einen Blick.


Beschreibung: Burgenlandschaft und Goethe zwischen Gießen und Limburg
Strecke: Gießen - Wetzlar - Weilburg - Limburg
Kilometer: 91
Schnitt: 17,6 km/h
Höhepunkte: Schloss Weilburg, Lahnwindung zwischen Weilburg und Runkel, Dom und Altstadt in Limburg

Zunächst einmal muss ich mein doch eher mäßiges Urteil über die JH Gießen teilweise revidieren. Wir bekamen gestern Abend noch zwei leckere Licher-Biere zum Selbstkostenbeweis von der zunächst recht streng dreinblickenden, aber dann durchaus gesprächige Herbergsmutter ausgehändigt. Scheinbar verlangte unser Gesichtsausdruck danach. Und heute morgen bekamen wir auch einen Mini-Schokoosterhasen zum Frühstück. Jippieh. Was noch zu erwähnen wäre, sind die zur Pyramide aufgetürmten Abfalleimer, die so in kunstvoller Vollendung zur Mülltrennung einluden.

Weilburg: Schlosspark
 
Limburger Dom

Wir rollten den Berg hinunter zur Lahn gen Wetzlar, der Goethestadt. Die machte allerdings nicht allzu viel her, so dass wir sie ohne zu pausieren durchquerten. Bis hierhin war die Lahnradweg-Beschilderung nicht immer befriedigend gewesen. Zurecht erfand Peter den Begriff des Instinktradfahrens, des Fahrens nach Gefühl ohne Beschilderung. Da wir eigentlich immer den richtigen Weg trafen, beschlossen wir, den ersten Preis des Instinktradfahrens (mangels Konkurrenz) und zukommen zu lassen.

Bei Wetzlar befand sich eine Abfüllanlage des Selters-Werks, in dessen Nähe die berühmten Mineralquellen liegen. Meterhohe Wälle und Türme aus tausenden von Wasserkästen weckten in mir bescheurten Ideen: Weltberühmte Bauwerke mit Wasserkästen nachzubauen.

Die Burg Braunfels zwischen Wetzlar und Weilburg ersparten wir uns, erstens, weil die Burg einige Kilometer von der Lahn entfernt und zweitens vom Radweg aus nicht beschildert war. Im Nachhinein bedauerte ich, den Abstecher nicht gemacht zu haben.

Weilburg, das barocke Städtchen, war unser Zwischenziel. Über der Stadt thronte das Schloss [1] und die Schlosskirche [2]. Der Schlossgarten war gepflegt und sehenswert, geschmückt mit kleinen Brunnen und vergoldeten Statuen [3].

Von hier aus begann der bisher schönste Abschnitt der Tour, immer direkt an der Lahn [4] mit grünen Wiesen und bewaldeten Hängen. Kanuten und Kajakfahrer waren bei diesem Traumwetter zahlreich unterwegs. Auch zwei, drei Campingplätze mit satellitenschüsselbewehrten Wohnwagen waren voll besetzt. Bis Runkel [5, 6] mussten wir Fußgänger, Inlineskater und Radfahrer regelrecht aus dem Weg klingeln.

In Limburg [7] um ca. 15:30 Uhr angekommen, beschlossen wir, zunächst die Jugendherberge aufzusuchen. Danach fuhren wir ohne Gepäck Richtung Innenstadt, um uns in Ruhe den wunderschönen Dom [8, 9] hoch oben auf dem Hügel und die illustre, verwinkelte Altstadt [10, 11] mit den meisterhaft restaurierten Fachwerkhäusern anzuschauen.

Auf der Rückfahrt bekamen wir dann ein paar Regentropfen ab, was sich aber nur als kurzer Schauer herausstellte. Wir blieben vor weiterem Regen verschont.


2. Tag: Biedenkopf - Gießen 4. Tag: Limburg - Koblenz