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© by Jens Sieckmann |
Zelten und Kochen:Wir waren zu zweit vier Wochen lang in einem 3-Mann-Zelt unterwegs, das ca. acht Jahre alt war und preislich in die untere Mittelklasse einzuordnen ist. Man sollte immer ein Zelt der Größe "Anzahl der Reisende plus eins" mitführen, da man mehr verstauen und komfortabler schlafen kann. Beim Aktivurlaub ist eine erholsame Nachtruhe von großer Bedeutung. Unser Zelt hat die drei bis vier Tage Dauerregen zum Ende der Reise leider nicht durchgestanden. Für viele Länder mag ein Mittelklassezelt ausreichen, für Island aber ist ein höherwertiges Zelt, das Regen und auch starkem Wind widerstehen kann, absolut anzuraten. Als Schlafunterlage empfehle ich Therm-A-Rests oder vergleichbare Matten (z. B. von SAM), die komforttechnisch zwischen Isomatte und Luftmatratze liegen, sehr leicht und mit geringem Volumen zu packen sind. Gute Exemplare gibt es bereits für unter 50 Euro zu haben. Zum Kochen benutzten wir einen MSR WhisperLite Benzin-/Petroleum-Kocher. Er bietet für die beiden Brennstoffe zwei verschiedene Verteilerdüsen. Für vier Wochen genügten anderthalb Liter Benzin, wobei wir ca. zwei Drittel der Tage für ungefähr zehn Minuten und ab und zu auch mal morgens gekocht haben. Benzin hat den Nachteil, das es stark rußt und die Töpfe extrem schnell verdreckt. Es ist nicht sehr angenehm, nach jedem Spülen mehrere Minuten mit Händewaschen zu verbringen. Sicherlich haben wir uns hier manchmal auch nicht sonderlich klug angestellt, wenn wir den Topf schon beim Vorheizen, bei dem am meisten Ruß entsteht, auf den Kocher stellten. Vorteil ist, dass Benzin mit seinem hohen Brennwert so gut wie überall auf der Welt erhältlich ist und so gerade in äußerst abgelegenen unbesiedelten Gebieten nützlich ist. Dazu zähle ich Island aber nicht. Trotzdem mag der Gaskocher die bessere Alternative sein. Wegen meiner mangelnden Erfahrung möchte ich aber keine Empfehlung aussprechen.
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