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© by Jens Sieckmann

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26. Tag: 19.07.2001, Reykjavík

Alle Bilder dieses Tages auf einen Blick.


Beschreibung: Stadtbesichtigung; Die kühle Großstadt im Norden
Höhepunkte: moderne Kirche Hallgrímskirkja, gläserne Perle im Dienste Reykjavíks, Shopping-Mall Kringlan

Zusätzliche Abspannungen an den Mittelpunkten der Kanten hatten das Außenzelt zwar vom Innenzelt getrennt, was eine bessere Trocknung ermöglichte, hatten aber den Nachteil, dass das noch nasse Innenzelt etwas nach innen fiel und so den schon knappen Schlafplatz weiter verkleinerte, so dass man nicht mehr ausgestreckt schlafen konnte.

Da wir um 14:00 Uhr in die Jugendherberge einchecken konnten, besuchten wir vorher noch einige Sehenswürdigkeiten Reykjavíks, darunter die berühmte, 73 Meter hohe Kirche Hallgrímskirkja [1], in der eine imposante, von einem Bonner erbaute Orgel stand [2]. Benannt wurde sie nach dem bekannten Pfarrer und Dichter Hallgrimur Peterson, der Islands kirchlich-spirituellen Werdegang stark beeinflusste.

Als nächstes wanderten wir zur "Perle" [3], einem interessanten Gebäude der hiesigen Stadtwerke, das 60 Meter über der Stadt thront und mit Tanks mit je vier Millionen Liter Fassungsvermögen die Reykjavíkaner mit Heißwasser versorgen kann. Durch das natürliche Gefälle ist kaum noch Energie notwendig, das Wasser sogar in die Hochhäuser der Stadt zu pumpen. Die schöne glas- und stahllastige Architektur beherbergt des weiteren noch ein Restaurant, ein Café, Raum für Kunstausstellungen und eine hochmoderne Audioanlage für Konzerte [4].

Ich konnte es kaum fassen, als wir um 13:30 Uhr im Trockenen am Campingplatz [5] ankamen. Es hatte tatsächlich aufgehört zu regnen; die Sonne war noch nicht erloschen. Der gesamte Zeltplatz glich einem riesigen Trockenraum. Überall Handtücher, Schuhe, T-Shirts, Pullover auf Haken, Tischen und Stühlen. Jede freie Fläche wurde genutzt.

Das Zelt bauten wir ab, bevor wir um 17:30 Uhr zum Kringlan aufbrachen, einem Einkaufszentrum, das mit dem Centro in Oberhausen zu vergleichen ist. Beim Abendessen im Hard Rock Café schlugen wir dann noch ein letztes Mal richtig zu. Wir aßen Cheese Fries, Chicken Wings, Fajitas und Spare Ribs bis wir platzten. Der Spaziergang zurück zur Jugendherberge tat der Verdauung gut.

Wir bereiteten uns auf die letzte Island-Etappe vor. Wenn es morgen früh nicht regnen würde, wollten wir auf jeden Fall nach Keflavík mit dem Rad fahren.

Der dreitägige Dauerregen hatte nicht nur uns, sondern auch die Fahrräder auf eine harte Probe gestellt. Sämtliche Schrauben waren verrostet und sogar die Kette und einige Ritzel, bzw. das Zahnrad am Schaltauge, hatten Rost angesetzt. Dieser war aber zum Glück nur oberflächlich und entfernte sich fast von alleine oder spätestens nach ein paar Kilometern Fahrt.


25. Tag: Reykjavík 27. Tag: Reykjavík - Keflavík