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© by Jens Sieckmann |
21. Tag: 14.07.2001, Kirkjubæjarklaustur - VíkAlle Bilder dieses Tages auf einen Blick.
Bei leicht bedecktem Himmel starteten wir zu einer recht interessanten Etappe zum Süden Islands nach Vík durch das bemooste Lavafeld Eldhraun und eine Sandwüste, den Mydralssandur, in der zu manchen Zeiten heftige Sandstürme wüteten. Die erste Hälfte der Strecke verlief völlig unspektakulär. Ein wenig Rückenwind, endlose Straße geradeaus [1], wenig Autos, aber immerhin ein paar Fahrradfahrer. Bei der Hälfte der Etappe gelangten wir zur ersten Attraktion. Kurz vor dem Mydralssandur gab es eine Fläche mit zahlreichen (von Menschenhand) aufeinander gestapelten Lava- und Basaltsteinen zu bestaunen [2]. Diese sollten jeden Erbauer Glück für die Durchquerung des nun folgenden Sandmeers bringen. Wir hatten keinen Turm gebaut und waren demzufolge auch glücklos, denn Peters zweiter Speichenbruch unterbrach unsere Reise. Da wir aber mittlerweile in der Reparatur geübt waren, konnten wir schnell weiterfahren. Ab jetzt allerdings mit Gegenwind.
Vor Vík wurde die Gegend weitaus abwechslungsreicher [3]. Statt Sand gab es nun senkrecht abfallende Berghänge [4] zu bestaunen, auf denen sogar einige Vögel, zum Beispiel Papageientaucher, ihr zu Hause gefunden hatten.
Der angeblich regenreichste Ort Islands begrüßte uns mit ... Regen. Aber es klarte nach einer Weile auf, weswegen wir uns am Nachmittag zu einer kurzen Erkundungstour aufrafften [5]. Als sehenswert konnte man die bizarren Felsen am schwarzen Sandstrand bezeichnen, die in der Sage Trolle waren, die ein Schiff an Land ziehen wollten, aber von der aufgehenden Sonne überrascht wurden und zu Stein erstarrten [6]. Auf den Steilhängen fand sich die besagte Vogelfauna, die einen höllischen Lärm verursachte. Auf dem Rückweg hatte man einen herrlichen Blick auf die sonnenbeschienenen Hänge von Vík. Hier war eine außergewöhnlich monumentale Natur zu beobachten.
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