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© by Jens Sieckmann

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16. Tag: 09.07.2001, Reykjahlið

Alle Bilder dieses Tages auf einen Blick.


Beschreibung: Radetappe am Ort; Schwefelquellen, Grotten und Vulkankrater
Strecke: Reykjahlið - Grjótagjá - Namaskarð - Reykjahlið
Kilometer: 17
Schnitt: 16,9 km/h
Höhepunkte: Schwefel im Namaskarð

Nach einer geruhsamen Nacht begann der Tag mit leicht nieselndem Regen. Wir brachen deshalb in voller Regenmontur auf, um die Gegend des Myvatn ausführlicher zu erkunden. Als erstes stand die Grjótagjá auf der Liste, ein allerdings nicht sonderlich bemerkenswerter Felseinschnitt, der in seinem Boden 50 Grad heißes Wasser bereit hielt. Ein Hinweisschild riet ausdrücklich vom Baden ab.

Die Schotterstraße führte weiter an Lavagestein vorbei wieder auf die Ringstraße 1, der wir dann gleich weiter Richtung Osten folgten. Wir ließen das hässliche Kraftwerk [1] hinter uns, das aus den geothermischen Aktivitäten in der Nähe die Gegend mit Energie versorgte.

Schwefelquelle

Über einen steilen Berg [2] ging es in das Gebiet Namaskarð [3] mit den Solfataren und Sinterterassen Hverir. Heiße, an die Oberfläche sprudelnde Schwefelquellen [4, 5] hinterließen an den Felsen die typischen hellen Ablagerungen und hüllten die gesamte Gegend in den bekannten, nach faulen Eiern stinkenden Geruch ein [6, 7]. Aus einigen Gesteinsformationen pfiff unter hohem Druck der Schwefeldampf heraus. Absperrungen hielten die Besucher davon ab, Unfug zu treiben, aber trotzdem konnte ich eine Plastikflasche in einer Schwefelquelle beobachten. Dummheit stirbt halt nie aus.

Eigentlich wollte ich noch zum Krater Krafla hoch, der ungefähr acht bis zehn Kilometer von hier entfernt war. Als ich diesen aber fast vollständig im Nebel verschwinden sah, ersparte ich mir die Anstrengung.

Wir aßen um die Mittagsstunde noch ein Sandwich und legten uns dann für den Rest des Tages auf die faule Haut. Ein Besuch in der museal eingerichteten Touristeninformation mit allerlei nützlichen Informationen zur hiesigen Flora und Fauna, sowie über Vulkane und Tektonik, zeigte uns die näheren Gegebenheiten des Naturschutzgebietes Myvatn.

Das verhältnismäßig schlechte Wetter am berüchtigten See bewahrte uns vor der Plage, vor der uns schon einige Touristen gewarnt hatten: den Mücken bzw. Fliegen. Am Tag zuvor hatten wir die Biester, die zielsicher in Mund und Ohren fliegen, zwar kennen gelernt, aber heute blieben wir hauptsächlich aufgrund des Windes von ihnen verschont.


15. Tag: Fosshóll - Reykjahlið 17. Tag: Reykjahlið - Höfn