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© by Jens Sieckmann

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14. Tag: 07.07.2001, Akureyri - Fosshóll

Alle Bilder dieses Tages auf einen Blick.


Beschreibung: Radetappe; Der göttliche Wasserfall
Strecke: Akureyri - Svalbarðseyri - Fosshóll
Kilometer: 57
Schnitt: 18,0 km/h
Höhepunkte: der göttliche Wasserfall Goðafoss

Trotz des umfangreichen Frühstücks hatten wir noch jede Menge Lebensmittel übrig, die wir nicht alle transportieren konnten, weswegen wir sie an die anderen Gäste verteilten.

Bei schönem Wetter aber mit Wind radelten wir zunächst durch Akureyri, wo die Großveranstaltung, ein Fußballturnier, schon in vollem Gange war. Über eine Brücke ging es auf die andere Seite des Eyjafjörður [1] Richtung Norden, also für einige Kilometer wieder mit dem Wind.

Nach einigen Kilometern entfernte sich die Straße vom Fjord [2] und leitete eine lange Steigung ein [3]. Vom obersten Punkt erblickte man die gesamte Meerenge und das Tal im Landesinneren, das wir durchfahren wollten. Die landschaftlich schöne Etappe führte weiter am Edda-Hotel vorbei, gesäumt von Weiden, Wiesen und grünen Bergen. Noch zehn Kilometer waren bis zum Goðafoss und dem nahegelegenen Campingplatz in Fosshóll zurückzulegen [4].

Das kleine Fosshóll wurde von einem Deutschen geleitet, der auch gleichzeitig Gastwirt der anliegenden, hübsch eingerichteten Kneipe war [5]. Stilecht wurde diese außen von einer riesigen Satellitenschlüssel geschmückt, damit auf das deutsche Fernsehen nicht verzichten musste. Fosshóll lebte hauptsächlich von einer der schönsten Attraktionen Islands: dem Wasserfall Goðafoss [6].

Goðafoss

Hier am Goðafoss [7] waren einige Motorrad- und zahlreiche Fahrradfahrer unterwegs, u. a. ein Neuseeländer, der seinen Fully mit einem Gepäckanhänger ausgerüstet hatte (!).

Der Goðafoss [8] ist zwar nicht so groß und spektakulär wie der Gullfoss im Süden des Landes, hat dafür aber eine historische Bedeutung. Vor ca. 1000 Jahren hatte hier ein Wikinger, als er zum Christentum übergetreten war, seine heidnischen Götterbilder in die Kaskaden geworfen, weshalb diese nun Goðafoss (Götterfall) heißen. Er fällt relativ breit über eine Höhe von zwölf Metern und macht dabei gehörig Lärm [9]. Um 16:00 Uhr strömten dann die ersten Touristen ausspuckende Busse zur Sehenswürdigkeit. Für uns hieß das: nichts wie weg.

Auf dem Zeltplatz lernten wir einige deutsche Motorradurlauber aus Fulda und Ostfriesland kennen. Ich hatte den Eindruck, dass sie uns manchmal etwas mitleidig ansahen.


13. Tag: Akureyri 15. Tag: Fosshóll - Reykjahlið