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© by Jens Sieckmann |
9. Tag: 02.07.2001, Sæberg - BlönduósAlle Bilder dieses Tages auf einen Blick.
Es hatte fast die ganze Nacht geregnet, und das Innenzelt war nass geworden. Da es jetzt am Morgen aber aufgehört hatte, trugen wir es in den Aufenthaltsraum, um es zu trocknen. Weil ich gestern mit einem ausgeliehenen Auto in Brú noch ein paar Lebensmittel eingekauft hatte, konnten wir heute morgen ausgiebig frühstücken. Diese gestrige Aktion des Autoausleihens war ein Beispiel isländischer Freundlichkeit und Unbekümmertheit. Ohne jeglichen Vertrauensbeweis oder Vorzeigen des Führerscheins händigte mir der Besitzer der Jugendherberge sofort den Autoschlüssel seines Kleinwagens aus. Man versuche, diese Verhältnisse auf Deutschland zu übertragen.
Die Tour startete heute bei Rückenwind, relativ eben am Fjord entlang verlaufend [1, 2]. Landschaftlich gab es keine gravierenden Änderungen. Wegen des Rückenwindes hatten wir schnell die ersten 30 Kilometer bewältigt. Gerade als wir an einer Servicestation ankamen, sah ich eine bedrohliche Wolkenfront [3, 4] auf uns zukommen. Peter und ich flüchteten in die Station und warteten den heftigen halbstündigen Schauer ab. Noch einmal ein solches Glück hatten wir, als wir in den zweiten Fjord Miðfjörður hineinradelten. Auch dort konnten wir Schutz vor der Nässe in einem Toilettenhäuschen finden.
Kurz vor Ende der Etappe bei Blönduós färbte sich der Himmel links von mir erneut regenschwanger dunkel. Durch einen kräftigen Endspurt kam ich ca. fünf Minuten vor dem Schauer an. Nach einer kurzen Erholungspause radelten wir zum Campingplatz, neben dem auch ein paar kleine Holzhäuschen zur Vermietung standen. Zum Abendessen gab es eine abscheuliche isländische Fischsuppe aus der Tüte. Der erste Kontakt mit Islands Exportschlager, dem Fisch, war also nicht gerade positiv ausgefallen. Aber von einer Trockensuppe sollte man wohl auch nicht allzu viel erwarten.
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