Idee

Ich kann mich nicht an die "Geburtsstunde" unseres Indien-Urlaubs erinnern. Es gab kein einschneidendes Erlebnis, nach dem ich gesagt hätte: "Lass uns nach Indien fahren". Bollywood mit seinen kitschigen und albernen - aber immer professionelleren - Filmen, war erst recht nicht der Grund für eine Reise, eher ein Hindernis. Nein, es war ein langsam wachsendes Interesse an einem Land, das zunehmend mehr Einfluss auf die Weltgeschichte nimmt und von unüberbrückbaren Widersprüchen beherrscht wird.

Wie schon so oft bezogen wie unsere Reiseinspirationen aus Messebesuchen, Informationstagen (z. B. des Veranstalter Djoser in Köln) und Fernsehreportagen. Dort tauchte auch Indien und insbesondere Rajasthan auf. Für uns war von Anfang an klar, dass es, wenn es nach Indien ginge, die Region Rajasthan sein musste.

Immer wieder hörten und lasen wir von der außergewöhnlichen Faszination dieser Region, der großartigen Kultur und Architektur. Auch die negativen Seiten des Landes wurden deutlich: Armut, Dreck, Ungleichheit. So ergab sich für uns ein geteiltes Bild, dass uns trotz seiner scheinbar scharfen Deutlichkeit kaum darauf vorbereitete, was uns wirklich erwartete.