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© by Jens Sieckmann |
2. Tag, 18.9.2005: Bergheim - Neuss
Alle Bilder dieses Tages auf einen Blick.
Der Morgen war frisch aber wolkenlos. Ich verließ die kleine Pension Richtung Bergheim Zentrum. Die Erft floss gemächlich Richtung Norden. Der feuchte Morgennebel lag noch wabernd auf ihr [1]. Kurze Zeit später erreichte ich das Aachener Tor [2], den Zugang zur Fußgängerzone der Stadt, wo ich mich beim Bäcker für den Tag versorgte. Durch Wohngebiet ging es nun immer in der Nähe des Flusses weiter, bis ich die kleine Abzweigung nach Paffendorf nahm, der mich zum Wasserschloss Paffendorf [3] brachte, eindeutig eines der schönsten Wasserschlösser der Route. Schon Anfang des 16. Jahrhunderts entstanden, wurde es später im neugotischen Stil umgebaut und dient heute als Restaurant, Bistro und hauptsächlich als Informationszentrale der RWE. Im Schlosspark erläuterten Lehrpfade die teilweise sehr ungewöhnliche Flora, z.B. einen Mammutbaum.
Nur gut fünf Kilometer weiter reihte sich ein weiteres Schloss in die hochbesetzte Riege der Wasserburgen ein: Schloss Bedburg [4]. Dank des heutigen Besitzers erstrahlte das restaurierte Schloss in seiner alten Pracht, ebenso wie seine Außenanlagen. Waldreich gestaltete sich der nächste Abschnitt meiner Tour Richtung Grevenbroich. Trotz der relativ vielen Radfahrer und Jogger umfing mich hier eine ruhige Atmosphäre, der ich gern ein paar Momente während einer Rast meine Aufmerksamkeit schenkte [5]. Ganz anders ein paar Kilometer weiter. Ein großes Umspannwerk, Kohleförderbänder und ein Kraftwerk mit riesigen Schornsteinen und Kühltürmen waren zu sehen. Die strahlende Sonne wurde von den Dunstwolken des Kraftwerks bedeckt. Das Kraftwerk Frimmersdorf [6], in den 80 Jahren seines Lebens stetig gewachsen, versorgt mittlerweile drei Millionen Menschen mit Strom. Nicht weit von ihm entfernt, vier Kilometer weiter westlich, lag der mittlerweile abgebrochene, über 30 qkm große Tagebau Garzweiler. In Wevelinghoven verließ ich die Erft und folgte der Niederrheinroute, vorbei an Kloster Langwaden, nach Hülchrath. Ein weiteres Schmuckstück mittelalterlicher Baukunst erwartete mich hier: Schloss Hülchrath [7], eine wunderschöne Burg mit stattlichem Wehrturm und zünftiger Burgschänke. Auch hier machte das Wasser viel vom Reiz der Burg aus. Nicht viel später passierte ich das Eingangsschild der Stadt Neuss. Auf gerader Strecke erreichte ich das Zentrum mit seinem Zeughaus und der Stiftskirche St. Quirinus [8]. Ich machte es mir in einem Eiscafé gemütlich und verbrachte die letzten Minuten vor meiner Abreise in der Innenstadt, die mit einigen alten Fachwerkhäusern [9] aufwarten konnte.
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