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20. Tag, 29.04.: Peking
Shopping alt und neuAlle Bilder dieses Tages auf einen Blick. Unser letzter Tag in China stand an. Eigentlich hatten wir vor, einen Ausflug in die Westberge zu machen. Doch wir verwarfen unser Vorhaben aufgrund unserer mittlerweile eingetretenen Reisemüdigkeit. Stattdessen nahmen wir die Gelegenheit wahr, um noch ein paar Yuan unter das Volk zu bringen und den Daheimgebliebenen ein paar Mitbringsel zu erstehen.
Wir gingen zur Station der U-Bahn, die im Vergleich zu der Hongkongs aus der Antike zu stammen schien. Wir mussten am Schalter (mündlich) Fahrkarten erwerben und diese von professionellen "Abreißern" entwerten lassen. Eine gute Viertelstunde dauerte die halbe Runde in der Ringlinie Nr. 2 bis wir in der Nähe der alten Einkaufsstraße Dazhalan [1] eintrudelten. Die recht enge aber hoch belebte Straße war mit Bekleidungs-, Souvenirgeschäften und Restaurants gefüllt. Auch viele durchaus feine Teeläden luden zur Degustation ein. In einem davon probierten wir nicht nur Tee, sondern auch sehr delikate Tee-Kekse, von denen wir auch ein paar kauften. Für den ebenfalls hier erstandenen Tee fehlte uns nun noch eine Teekanne, die wir uns gleich im nächsten Geschäft zu einem Tiefstpreis von knapp zwei Euro besorgten. An den Straßenecken gab man sich gar nicht erst die Mühe, die gefälschte Markenware als echt zu verkaufen. Die Imitate waren so dilettantisch gefertigt, dass es jeder bemerkte. Der aufgenähte Puma glich eher einem Papagei. Von der alten angestaubten Bummelmeile gingen wir eine gute halbe Stunde zur modernen Wangfujing-Straße [2, 3] östlich des Kaiserpalasts. Hier warteten die Konsumtempel auf begehrte wohlhabende Kundschaft. Zur Rechten tauchte völlig überraschend eine Kathedrale auf, und man fühlte sich urplötzlich nach Spanien oder Portugal versetzt. Für andere der richtige Ort um zu skaten, für uns, um den geschundenen Füßen eine verdiente Ruhepause zu gönnen. Die letzten Stunden verbrachten wir in unserem kleinen Hotel und ließen noch einmal Revue passieren. Eine höchst erlebnisreiche und schöne Reise war an ihrem Ende angelangt. |