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Vorbereitungen

Schon bevor das Reiseziel feststand, hatten wir uns auf der Reisemesse in Köln im November 2004 mit Material eingedeckt. Wir schleppten Kataloge über China, Peru, Bolivien, Argentinien und Chile nach Hause. Als wir uns dann für Chile als Urlaubsland entschieden, machten wir uns einen groben Überblick über die dortigen Verhältnisse, Landschaft und Kultur. Eine organisierte Gruppenreise kam nicht in Frage, da wir uns möglichst viele Freiheiten genießen wollten.

Stéphanie wollte zunächst unbedingt Wale sehen, aber ein "Abstecher" zur argentinischen Halbinsel Valdez wäre einfach zu umständlich gewesen. Einig dagegen waren wir uns darin, dass wir auf den Norden Chiles mit dem Andenhochland und der Atacama ebenfalls aus Gründen der großen Entfernung verzichteten. Nach etwas intensiverer Überlegung strichen wir auch die Hauptstadt Santiago aus dem Programm und konzentrierten uns auf zwei Gebiete: die Seenregion im "kleinen Süden" und Patagonien im Bereich des Nationalparks Torres del Paine.

Da diese Ziele aber von Santiago (dem einzigen Fernzielflughafen Chiles) einige Tausende Kilometer entfernt waren, mussten wir diese mit Bus oder Flugzeug überbrücken. Aus Zeit- und Bequemlichkeitsgründen entschieden wir uns für drei Inlandsflüge, den ersten im direkten Anschluss an unsere Ankunft im Land, den letzten unmittelbar vor der Abreise. Den mittleren Flug von Puerto Montt im Seengebiet nach Punta Arenas in Patagonien legten wir ungefähr in die Mitte unseres dreiwöchigen Aufenthalts. Durch diese Festlegung waren wir dann leider doch zeitlich etwas gebunden, aber diese Einschränkung nahmen wir in Kauf.

Für die Zeit in der Seenregion buchten wir einen Mietwagen. Die grobe Planung verlief dahingehend, dass wir zu den Seen und in die Nationalparks fahren und dort einige kleinere Tageswanderungen unternehmen wollten. Für die Woche im Torres del Paine-Nationalpark hatten wir uns Trekking von Hütte zu Hütte vorgestellt. Uns war zunächst nicht bewusst, dass der Park eine der Hauptattraktionen Chiles war und damit die Unterkünfte schnell ausgebucht waren. Wir verschliefen etwas den nahenden Abreisetermin, konnten aber mit etwas Glück einen Monat vorher per E-Mail bei der in Puerto Natales ansässigen Agentur Pathgone unsere Übernachtungen reservieren. Uns standen dort somit sechs volle Tage zur Verfügung inkl. einer Segeltour an Gletschern vorbei zurück nach Puerto Natales.

Zwei große Trekking-Rucksäcke liehen wir uns bei meiner Schwester und meinem Schwager aus. Ein geräumiges Zelt besaßen wir schon. Für die erwarteten kühlen Nächte kauften wir uns Daunenschlafsäcke (Komfortbereich bis ca. 0° C), die uns natürlich auch noch auf den nächsten Reisen begleiten sollten. Wir bestellten die Neuauflage des Reiseführers "Chile" aus dem Iwanowski Reiseverlag, die Anfang Oktober bei uns eintraf. Eine relativ detaillierte Übersichtskarte lag bei. Damit konnten wir einen Reiseplan mit kulturellen und hauptsächlich landschaftlichen Sehenswürdigkeiten entwerfen.


Idee Ausrüstung