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© by Jens Sieckmann |
AusrüstungUnsere Ausrüstung hatte ich so weit es ging auf unsere Bedürfnisse und die klima- und wetterbedingten Erfordernisse des Reiseziels abgestimmt. Den größten Teil unseres Equipment hielt ich für ausreichend. Unsere Kunstfaserschlafsäcke schienen dagegen, was den Temperaturbereich anging (nur bis ca. 10° C), nicht patagonien-tauglich zu sein. So legten wir uns zwei Daunenschlafsäcke von Mountain Equipment mit einem Komfortbereich bis ca. 0° C zu, die uns auch auf unseren weiteren Reisen sicherlich gute Dienste leisten würden. Eine selbst aufblasende Iso-Matte (Therm-A-Rest) kam ebenfalls hinzu.
Die größte Neuanschaffung für Stéphanie waren ihre Wanderstiefel. Doch während der Torres del Paine-Tour mit Blasen zu kämpfen hatte, war ich mit meinen soliden halbhohen Trekkingschuhen von ACG relativ schmerzfrei. Nur der letzte Wandertag mit neun Stunden harten Fußmarsch forderte seinen Tribut. An der Ferse und unter den großen Zehen begann die Blasenbildung. Letzten Endes empfand ich die Schuhe für eine längere Trekkingtour als zu weich. Bei den Rucksäcken dagegen griffen wir auf die Exemplare meiner Schwester und ihres Mannes zurück. Die 60 Liter-Rucksäcke von Mac Pac und Bach leisteten uns gute Dienste, auch wenn wir als Trekking-Neulinge erst einige Startschwierigkeiten den Tragekomfort betreffend hatten. Im Nachhinein fand ich sie allein wegen der "Armfreiheit" so praktisch, dass ich sie auch gerne für weitere Nicht-Trekkingreisen nutzen würden. Ein Neukauf von auf uns zugeschnittenen Rucksäcken käme dann durchaus in Frage. Unser Zelt Vaude Campo hielt Wind und Regen einigermaßen stand, was in Südchile keine Selbstverständlichkeit ist. Im Gegensatz zu Stéphanies Jacke perlte bei meiner Vaude der Regen trotz neuer Imprägnierung überhaupt nicht ab, sondern saugte sich regelrecht voll und ließ die Nässe dann nach einer oder zwei Stunden Regen etwas nach innen durch. Fairerweise muss man sagen, dass ich meine Jacke auch im Alltag sehr häufig trage. Unser Benzinkocher, der MSR Whisperlite, arbeitete zuverlässig wie immer und zog trotz seines gestandenen Alters immer wieder Blicke auf sich (besonders das Vorheizen machte Eindruck ;-). Fast alle anderen Camper kochten mit Gas. Trekkinghosen, -socken, Funktions-T-Shirts und Fleecepullover stellten sich als praktisch und zuverlässig heraus. Äußerst wichtig war der Buff, ein Mikrofasertuch, das sich als Kopf- oder Halstuch benutzen lässt. Beim scharfen patagonischen Wind konnte man so fast das ganze Gesicht verhüllen. Die gesamte Packliste lässt sich hier einsehen.
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