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© by Jens Sieckmann

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20. Tag, 01.12.: Puerto Natales - Punta Arenas

Strecke:Puerto Natales - Punta Arenas - Seno Otway - Punta Arenas (Bus)
Erlebnisse:Pinguinkolonie Seno Otway
Kosten:ca. 90 Euro (Ausflug, Eintritt, Essen, Restaurant, Übernachtung)
Wetter:

Tux' lebhafte Freunde

Alle Bilder dieses Tages auf einen Blick.

Geschlafen hatten wir wenig. Der gestrige Ausflug endete erst nach 23:00 Uhr und bis wir unsere Rucksäcke für die Weiterfahrt gepackt hatten, war Mitternacht längst verstrichen. Um 6:00 Uhr piepte dann schon wieder die Armbanduhr, damit wir unseren Anschluss nach Punta Arenas nicht verpassten. Schon wieder Bus fahren. Langsam hatte ich wirklich genug, aber unser Urlaub war ja auch fast zu Ende. Um 10:00 Uhr hielt der Bus in Punta Arenas, wo wir sofort unsere Unterkunft aufsuchten und die Rucksäcke abstellten. Die Gastgeberin wollte gerade ihre Kinder zum Kindergarten bringen, überreichte uns aber noch schnell die Schlüssel und wies uns kurz ein. Das Hospedaje Magallanes machte einen guten und sauberen Eindruck auf uns.

Denkmal in Punta Arenas

Da Stéphanie ganz vernarrt in die kleinen flugunfähigen Vögel war, buchten wir im Reisebüro eine Tour zur Pinguinkolonie Seno Otway, die um 16:00 Uhr startete. Vorher hatten wir ein paar Stunden Zeit, um die Stadt kennen zu lernen und uns etwas auszuruhen.

Punta Arenas war weit weniger touristisch als Puerto Natales, doch sah man an vielen Ecken, dass es hauptsächlich hierum ging. Plakate des Torres del Paine-Nationalparks klebten an den Fensterscheiben und Hunderte von Pinguinen aus Stoff oder Holz schauten uns aus eben jenen an.

Den Plaza Muñoz Gamero beherrschte ein großes Standbild [1], das Fernando Magellan, den Namensgeber dieser Region, zeigte, ebenso wie einige Ureinwohner darunter. Der auffälligste davon war ein sitzender Indio, dessen Zeh ganz blank war. Er hatte schon Tausende von Küssen über sich ergehen lassen müssen, weil dieses angeblich Glück brachte und den Küsser irgendwann zurück nach Punta Arenas führte. So gesehen wird die Stadt [2] sicherlich auch weiterhin gut besucht sein.

Pinguine in der Kolonie Seno Otway

An der Unterkunft wurden wir von einem Kleinbus abgeholt und fuhren Richtung Norden bis zur Abzweigung zur Pinguinkolonie. Weite Weideflächen für Rinder und Schafe umgaben uns. Ab und zu ließ sich auch ein Ñandú blicken. Kurz vor der Kolonie ragte ein langer Steg ins Meer hinein, ein Anlegeplatz für große Schiffe der hiesigen Kohlemine.

Wir stiegen am Eintrittshäuschen vor der Kolonie aus. Ein scharfer Wind fegte, hohe Wellen überschlugen sich an der flachen Küste. Wir liefen über Holzstege ca. 20 Minuten zu den Aussichtspunkten am Strand. Aber schon vorher konnten wir die watschelnden, ca. 40 Zentimeter großen Frackträger beobachten [3]. Einige standen ganz still, andere liefen zu zweit oder dritt ihre Wege zurück zu ihren Brutstätten oder sprangen in die kleinen Bäche im Gras oberhalb der Küste. Die Eltern begleiteten ihre zerzausten Sprösslinge. Am Strand lugten die Besucher durch eine große Holzwand, damit die Pinguine halbwegs ungestört blieben [4].

Nach ca. einer Stunde Aufenthalt begaben wir uns wieder auf den Rückweg. Der Bus setzte uns am Hotel ab und wir folgten einer Empfehlung unseres Reiseführers. Wir aßen in Sotito's Bar zu Abend. Von außen völlig unscheinbar, verwandelte es sich drinnen zu einem noblen Restaurant mit gut gekleideten Kellnern. Ich bestellte Schweinefilet mit Kroketten, Stéphanie aß Lachs mit Reis. Zweifellos gut, doch der Fisch konnte sich mit dem in Puerto Montt keineswegs messen.


19. Tag: Eiszeit Eindrücke und Erfahrungen