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© by Jens Sieckmann

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11. Tag, 22.11.: Puerto Varas - Puerto Montt

Strecke:Puerto Varas - Puerto Montt (Auto), 20 km
Erlebnisse:-
Kosten:ca. 56 Euro (Übernachtung, Essen, Benzin, Souvenirs)
Wetter:

Der letzte Tag im Seengebiet

Alle Bilder dieses Tages auf einen Blick.

Der letzte Tag in der Region Los Lagos war nicht als Reisetag eingeplant, sondern schnöden Vorbereitungen für die nächste Woche gewidmet. Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass es regnete. Wir verließen Puerto Varas und steuerten Puerto Montt an. Das Durcheinander an Beuteln, Tüten, Dosen und anderen Behältnissen in unserem Auto glich einer Versuchsapparatur zum Beleg der Chaostheorie. Wir verstauten alles in unseren Rucksäcken, tankten voll und reinigten den Mietwagen. Zur Erinnerung fotografierte Stéphanie in der Hertz-Station das Nummernschild [1].

Häuser in Puerto Montt

Unser kleiner Spaziergang führte uns zum deutschen Denkmal [2] an der Uferstraße und weiter zu einem großen Zelt, wo chilenisches Kunsthandwerk ausgestellt wurde. Wir besorgten uns Lebensmittel für die nächsten Tage und lenkten dann unsere Schritte zum Casa Perla, der Unterkunft, in der wir schon die erste Nacht in Chile verbracht hatten. Ich traf einen englischen Radfahrer, der hier einige Tage Rast machte, um das schlechte Wetter zu überbrücken. Er hatte das fantastische Projekt "Feuerland - Alaska" in Angriff genommen. Mit seinem Mountainbike samt Rohloff Speedhub und gefedertem Anhänger wollte er zwei Jahre unterwegs sein. Er klagte über den patagonischen Nordwind und war nun wieder in südlicher Richtung unterwegs. Ich wünschte ihm viel Glück. Als leidenschaftlicher Reiseradler kribbelte es mir in diesem Moment in den Fußsohlen.

Unfassbarerweise schaute für ein paar Minuten die Sonne hervor. Vom grünen Eckhaus, dem "Instituto Profesional La Araucana", führte uns der Abendspaziergang erneut ins Hafenviertel. Wir aßen wieder im Restaurant "Doña Mila", ca. 100 Meter schräg gegenüber der Navimag, wo es uns schon das letzte mal vor einer Woche so gut geschmeckt hatte. Wir wurden nicht enttäuscht. Auf dem Nachhauseweg nahm ich innerlich Abschied von der Region. Den bunten Holzhäusern [3] vergaben wir spaßeshalber den Farben nach Namen von Eissorten: Schokolade, Karamel, Sahne-Nuss, Vanille-Kirsch, Himbeer oder Banane. Etwas Fröhlichkeit kehrte zurück und ich schöpfte Hoffnung für unseren zweiten Teil der Reise: Patagonien.


10. Tag: Zurück in die Urzeit 12. Tag: Auf nach Patagonien