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© by Jens Sieckmann

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7. Tag, 18.11.: Nationalpark Huerquehue - Puerto Fuy

Strecke:Huerquehue - Pucon - Villarica - Lincan Ray - Coñaripe - Puerto Fuy (Auto), 184 km
Erlebnisse:Termas Geométricas
Kosten:ca. 64 Euro (Essen, Eintritt (Thermen), Benzin)
Wetter:

Luxusthermen in wilder Natur

Alle Bilder dieses Tages auf einen Blick.

Regen. Seit 5:00 Uhr schüttete es ununterbrochen. Wir brachen eilig unser Zelt ab und verließen schnellstmöglich den Park, ohne uns zu waschen oder zu frühstücken. Eine Wanderung im Dauerregen wollten wir uns nicht antun. Von Pucon aus bogen wir Richtung Curarrehue und später nach rechts auf die Schotterstraße in den Nationalpark Villarica ab. Der Salto Palguín rauschte links von uns in die Tiefe. Direkt hinter der Einfahrt in den Park wurden wir von einem Nationalparkangestellten aufgefordert umzukehren, weil die Straße wegen Schneefalls gesperrt sei. Sauer bretterte ich den ganzen Weg wieder zurück.

Termas Geométricas

Über Villarica fuhren wir gen Süden nach Lincan Ray, einem Badeort am schönen Lago Calafaquen. Es regnete weiter Bindfäden. Meine Stimmung sank ins Bodenlose, ich war deprimiert und gereizt. Doch in Coñaripe erschien uns eine Lichtgestalt. Die junge Dame in der Touristeninformation sprach deutsch und französisch und deckte uns förmlich mit Informationsmaterial zu. Seufzend betrachteten wir ein riesiges und wunderschönes Plakat der Termas Geométricas. Sie bemerkte unseren Blick und beschrieb die Thermen etwas näher. Für uns war klar, dass wir baden wollten, auch wenn der Eintritt 10.000 Peso (ca. 16 Euro) kostete.

Wir nahmen die Stichstraße nach Nordwesten (die gleiche Straße, die von der anderen Seite gesperrt war). Unterwegs entdeckten wir einen von harmonischem Grün umgebenen Wasserfall [1]. Auf der Wiese grasten Schafe. Der weitere Weg zu den Thermen war steil und steinreich. Nach 17 langen Kilometern tauchte schließlich das Eingangshäuschen dieser Badeanstalt der besonderen Art auf.

Mitten in der Natur, eingebettet in eine kleine Schlucht, die der Fluss gegraben hatte, gingen wir über rote Holzstege [2] an den mit Stein ausgekleideten Becken vorbei. Zwei Wasserfälle rundeten das romantische und schon fast kitschige Bild ab. Stéphanie und ich entspannten uns in den zahlreichen und unterschiedlich heißen Pools [3]. Ein fantastisches und außergewöhnliches Erlebnis.

Wir nahmen nun die Region der Sieben Seen in Angriff [4]. Eine herrliche Landschaft, die nun sogar ohne Regen zu bewundern war. Ab und zu erhaschten wir einen Blick in das tiefe grüne Tal oder die Seen Pellaifa und Neltume. An letzterem war die Wegequalität so übel, das wir nur im ersten Gang vorwärts kamen [5].

Unser Ziel war Puerto Fuy am Lago Pirohueico, wo wir am Fluss inmitten saftig-grüner Wiesen unter Bäumen wild kampierten. Wir bereiteten mit unserem Benzinkocher unser Abendessen zu, bevor es wieder wie aus Kübeln zu regnen begann. Die Frau aus dem Touristenbüro in Coñaripe hatte aber für Morgen besseres Wetter angekündigt. Ich nahm sie beim Wort.


6. Tag: Von Nationalpark zu Nationalpark 8. Tag: Wasser, Wald, Vulkane