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© by Jens Sieckmann

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6. Tag, 17.11.: NP Conguillío - NP Huerquehue

Strecke:Conguillío - Melipeuco - Cunco - Los Laureles - Villarica - Pucon - Huerquehue (Auto), 184 km
Erlebnisse:Sonnenaufgang an der Laguna Conguillío, Ojos de Caburga
Kosten:ca. 14 Euro (Essen, Unterkunft)
Wetter:

Von Nationalpark zu Nationalpark

Alle Bilder dieses Tages auf einen Blick.

Ich erwachte schon um 5:00 Uhr, blieb aber schlummernd bis kurz nach 6:00 Uhr im Schlafsack liegen. Ich wollte duschen, schaute zur Laguna Conguillío und sah die Morgensonne die Schnee bedeckten Gipfel kitzeln. Goldgelb angestrahlt floss der Dunst an den Berghängen vorbei [1]. Ein wunderschöner Anblick. Damit war es aber schon nach ein paar Minuten vorbei.

Sonnenaufgang im Nationalpark Conguillío

Wir zahlten unsere Schulden beim Parkwächter und fragten ihn über den Sendero de Sierra Nevada aus. Es hatte mittlerweile zu regnen angefangen und ein kompletter Aufstieg, der mehrere Stunden gedauert hätte, wurde uns nicht empfohlen, wohl aber ein Spaziergang zum ersten Aussichtspunkt. Den nahmen wir dann auch in Angriff. Durch dichten Laubwald mit Bambus als Unterholz stapften wir wie begossene Pudel den schmalen Pfad hinauf. Nach knapp zwei Kilometern waren wir am Ziel angelangt. Unser Blick schweifte über den grauen See nach links zum Südufer, wo die Araukarien von dichtem Nebel umhüllt wurden.

Wieder am Auto angekommen, fing der Regen erst richtig an. Auf der schwarzen Piste aus dem Nationalpark bildeten sich große Pfützen. Hinter Melipeuco hatten wir endlich wieder Asfalt unter den geschundenen Rädern. Die tief hängenden Wolken verschleierten unsere Sicht nach draußen. Erst vor Villarica blinzelte kurz die Sonne hervor, als wir an einem Meer aus gelben Blumen vorbei fuhren [2].

Ein kleiner Zwischenstopp in Villarica am gleichnamigen See diente zur Wiederauffüllung unserer Vorräte. An der Stadt selbst fanden wir nichts besonderes, mehr nützlich als sehenswert. Wir steuerten weiter entlang des Sees Richtung Pucon. Alle 200 Meter machten Schilder auf Cabañas, Hotels und Restaurants aufmerksam. Wir ließen uns davon nicht beeindrucken und machten erst in Pucon halt. Wer Villarica für touristisch hielt, der würde Pucon als Inbegriff des Fremdenverkehrs bezeichnen. Reisebüros, Tourenveranstalter, Hotels und Restaurants machten den Großteil der Gebäude aus. Die Wohnviertel lagen etwas außerhalb, ebenso wie die Feinkostbäckerei Holzapfel [3] im Norden der Stadt. Der Duft von Schokolade stieg uns in die Nase, als wir das Geschäft betraten. Auf jedem Teller lag kunstvoll drapiert eine andere Spezialität. Gut, dass wir uns nichts aus Pralinen machten, denn sonst hätten wir vermutlich ein Vermögen ausgegeben und Bauchschmerzen geerntet.

Auf dem Weg zum Nationalpark Huerquehue [4] erreichten wir den Lago Caburga und die Ojos de Caburga, die Quellen des Sees mit zwei kleinen Wasserfällen. Die Straße zum Park wurde immer steiler und steiler, bis wir uns schließlich auf einer Höhe von 750 Metern befanden. Wir schlugen unser Zelt idyllisch auf dem Campingplatz "Rapa Nui" am Lago Tinquilco auf [5].


5. Tag: Im Land der Araukarien und Vulkane 7. Tag: Luxusthermen in wilder Natur