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© by Jens Sieckmann |
7. Tag, 12.04.2002: VannesAlle Bilder dieses Tages auf einen Blick.
Der letzte Tag in der Bretagne war für das tausendjährige Vannes bestimmt. Nach unserem französischen Baguette-Frühstück fuhren wir um 10:00 Uhr los. Da wir nicht die Hauptstraße entlang radeln wollten, nahmen wir die Nebenstraßen, was sich aber oft als nicht so ideal herausstellte, da wir fast doppelt so lange unterwegs waren wie geplant. Aber immer noch besser, als von stinkenden LKW überholt zu werden.
Durch die zone commercial mit vielen großen Super- und Baumärkten fuhren wir dann doch den letzten Teil der Strecke auf der Hauptstraße. Für Fahrradfahrer alles andere als angenehm. Die Franzosen liegen, was die Fahrradfreundlichkeit betrifft, noch weit hinter den Deutschen zurück. Zudem ist es nicht einfach, einen Fahrradweg mit den hier so häufigen Kreisverkehren bautechnisch günstig zu verbinden. Im Zentrum von Vannes besuchten wir die mittelalterliche Stadtmauer, neben dem der kleine bewässerte Burggraben verlief [1]. Der Rasen war gepflegt und adrett mit farbenfrohen Blumen bepflanzt [2]. Der Jachthafen war nicht sonderlich sehenswert, ganz im Gegensatz zur hübschen Altstadt, in der sich Souvenirshop an Souvenirshop [3] und Restaurant an Restaurant [4] drängte. Hier fand ich schließlich auch die Souvenirs, die ich für kaufens- und verschenkenswert erachtete. Auf dem Rückweg schauten wir bei Decathlon vorbei, einem günstigen französischen Sportartikeleinzelhändler, der auch in Deutschland zu finden ist, aber durch Fehlschläge im Marketing nicht so recht Fuß gefasst hat. Stéphanie brauchte für die am Samstag beginnende Provence-Radtour noch die passende Handschuhe. Zum abendlichen Abschluss aßen wir alle zusammen in einer Crêperie in Brec'h. Diese befand sich idyllisch in einer alten Mühle neben einem Flüsschen [5]. Draußen drehten sich die alten Wasserräder. Die Zeit schien hier stehen geblieben zu sein, abgesehen von den Autos, die am Wegesrand parkten. Crêpes sind typisch französische, hauchdünne Pfannkuchen. Bei der Füllung dieser Leibspeise setzt lediglich die eigene Fantasie bzw. die des Restaurants Grenzen. Neben den berühmten Crêpes, die in der Regel die süße Geschmacksrichtungen bedienen, sind die mit dunklem Mehl zubereiteten Galettes außerhalb Frankreichs eher unbekannt. Sie werden meist mit salziger und herzhafter Füllung serviert: Eier, Pilze, Gemüse, Fleisch. Ich aß einen Galette mit provencalisch gewürzten Champignons und einen mit Ratatouille, sowie einen Crêpe mit Schokolade und Bananen und einen mit Butter und Äpfeln. Alles schmeckte zu meiner vollsten Zufriedenheit. Mjamjam.
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