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© by Jens Sieckmann |
6. Tag, 11.04.2002: Carnac, La Trinité-sur-MerAlle Bilder dieses Tages auf einen Blick.
Heute hatte ich den ganzen Morgen verpennt. Erst um 10:30 Uhr kam ich aus den Federn und wir brachen schließlich um 12:00 Uhr Richtung Carnac auf. Auf dem Programm stand Carnac Ville, Carnac Plage und La Trinité-sur-Mer mit seinem bekannten Hafen.
Nach einer Stunde windiger Fahrt erreichten wir den Stadtrand von Carnac und bestiegen ein kleinen Berg, auf dem das Hotel "Tumulus" und eine kleine Kapelle stand. Von hier konnte man hervorragend die Umgebung überblicken. Wir markierten im Geiste den Weg, den wir weiter verfolgen wollten. Auf dem lagen auch die "Menhir de Carnac" [1, 2], die Megalithenfelder, die an vielen Stellen rund um Carnac zu finden sind. Auf einem dieser Felder grasten friedlich einige Schafe. Der Ursprung und die Bedeutung der Menhire sind nicht eindeutig geklärt. Man weiß aber, dass ein Teil der Steine verwitterte Grabstätten der Dolmen sind. Andere Megalithenreihen waren möglicherweise astronomische Beobachtungsorte oder Gebetsstätten. Zur Erhaltung dieser jungsteinzeitlichen Zeugen hat die französische Regierung klugerweise ehrgeizige Maßnahmen entwickelt, zu denen auch der Schutz vor Idioten gehört, die in der Vergangenheit des öfteren die Steine als Feuerstelle missbraucht oder sie einfach umgeworfen hatten. Weiter ging die Fahrt durch das kleine Zentrum Carnacs zu den Stränden. Der lange, weiße Sandstrand [3, 4] und der frische Wind trugen viel zur Urlaubsstimmung bei. Etwas entfernt lag das Touristenzentrum von Carnac Plage mit vielen Souvenirshops, Restaurants, Cafes und Textilläden, in dem man die typisch bretonische Baumwollkleidung erstehen konnte. Richtung La Trinité-sur-Mer sprangen uns die schönen und nicht ganz billigen Strandhäuser ins Auge, von denen einige auch zu vermieten waren. Viele der Eigentümer kommen im Sommer hierhin, um ihren Urlaub zu verbringen. Absolut verständlich. In La Trinité war der Hafen [5] die größte Attraktion. Hier säuberten die Schiffsbesitzer ihre kostbaren Jachten, die in den dafür vorgesehenen Gestellen standen. Einige Kapitäne schipperten aber auch gemütlich in der Bucht. Eine weitere Sehenswürdigkeit oder besser "Schmeckenswürdigkeit" erreichten wir auf der Rückfahrt nach Auray. Es war "La trinitaine" [6], die Keksfabrik, in der das typisch bretonische Gebäck hergestellt wurde, das auch ab und zu bei uns in Deutschland zu erstehen ist. Auf mehreren hundert Quadratmetern standen unzählige Regale mit noch mehr Keksen in bemalten Blechdosen. Nach der relativ anstrengenden Radtour erfrischten wir unsere müden Knochen im Schwimmbad von Auray.
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