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© by Jens Sieckmann

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Andalusien, das Land im heißen Süden Spaniens, war das langjährige Urlaubstraumziel meiner Freundin und wurde von uns schon zwei mal wegen diverser Schwierigkeiten nach hinten verschoben. Im April diesen Jahres war es aber dann soweit. Wir konnten die Reise antreten.

Ich selber stand der ganzen Sache recht neutral gegenüber. Alleine wäre ich wohl nie auf die Idee gekommen, nach Südspanien zu reisen, weil die Region recht wenig meiner Mentalität entspricht. Das sah ich aber nicht als Hinderungsgrund an, zumal ich früher schon einmal, während meiner ersten selbständigen Reise mit ein paar Freunden per Interrail, Andalusien besucht hatte.

Quelle: Via Michelin

Spaniens autonome Region wird jährlich von mehr als doppelt so vielen Touristen "heimgesucht" als es Einwohner hat (über 15 Mio. gegenüber 7,2 Mio.) und gilt allgemein als das Armenhaus des Landes mit einem unterdurchschnittlichen Bruttosozialprodukt und überdurchschnittlicher Arbeitslosenquote. Es ist fast so groß wie Portugal und besitzt durch die historisch wechselnde Herrschaft von Spaniern und Muslimen außerordentlich wertvolle Kulturschätze, die sich besonders in der Architektur manifestieren. Von heißen Wüstenregionen in der Provinz Almeria, endlosen Stränden an der Costa del Sol und der Costa de la Luz, über fruchtbare Niederungen und sanfte Hügellandschaften bis zu tief eingeschnitten Tälern und schneebedeckten Hochgebirgsregionen in der Sierra Nevada hat Andalusien viel Natur zu bieten.

Die schrecklichen Anschläge von Al Qaida in Madrid hatten keine Auswirkungen auf unsere Reiseplanung. Diese lag vollständig in den Händen meiner Freundin. Schwerpunkt lag einerseits auf den kulturell vollgestopften "großen Drei" Sevilla, Granada und Córdoba, andererseits auf die landschaftlichen Sehenswürdigkeiten der Gebirgsregionen der Sierra de Grazalema, Sierra Nevada und den Alpujarras. Die von der Mehrheit der Urlauber bevorzugten Küstengebiete planten wir nur ganz kurz anzusteuern, weil sie für uns den typischen durch Massentourismus geprägten Charakter aufweisen und nicht das ursprüngliche Andalusien repräsentieren.

Im Detail verlief unsere Tour folgendermaßen: von Sevilla aus Richtung Süden nach Jerez de la Frontera, Cadiz und Conil de la Frontera. Weiter in die gebirgigen Regionen der Sierra de Grazalema und nach Ronda. Über Setenil und Olvera nach Antequera (El Torcal) bis nach Granada. Abstecher in die südliche Sierra Nevada und Alpujarras und zur Costa Tropical bis Nerja. Zurück nach Granada, weiter über Jaén bis Córdoba und schließlich Rückkehr nach Sevilla.

Unsere Etappeneinteilung war wir folgt:

TagStreckeBeschreibungkm
1  -  Anreise nach Sevilla  -
2  Sevilla  Zweiter Teil der Stadtbesichtigung  -
3  Sevilla - Conila de la Frontera  Zur Costa de la Luz  ca. 190
4  Conila de la Frontera - Grazalema  Auf der Route der weißen Dörfer in die Sierra de Grazalema  ca. 150
5  Grazalema - Antequera  Tiefe Schluchten, weiße Dörfer  ca. 135
6  Antequera - Granada  Von der Karstlandschaft zur maurischen Hochkultur  ca. 130
7  Granada - Orgiva  Verträumte Bergdörfer in den Alpujarras  ca. 150
8  Orgiva - Granada  Abstecher zur Costa Trópical  ca. 160
9  Granada - Espejo  Durch die Olivenprovinz Richtung Córdoba  ca. 200
10  Espejo - Córdoba  Monumente und Kunstwerke aller Kulturen in Córdoba  ca. 20
11  Córdoba - Carmona  Paläste, Burgen, Kirchentürme  ca. 130
12  Carmona - Sevilla  Von der römischen Vergangenheit in die Gegenwart Sevillas  ca. 20
Kilometersumme:1285  

Weitere Streckenbeschreibungen finden sich im Reisebericht.