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© by Jens Sieckmann |
Landschaft:Schöne Landschaften fallen einem nicht als erstes ein, wenn man an Andalusien denkt. Und der erste Eindruck, den ich hatte, als wir von Sevilla aus unsere Tour Richtung Süden starteten, bestätigte diese Empfindung. Weite, landwirtschaftlich geprägte Ebenen, Gras, kaum Bäume, teilweise sumpfartige Gebiete im Osten (ähnlich der Camargue). Das war nun zunächst alles andere als eine Augenweide. Angenehmer war da schon der Abschnitt der Costa de la Luz, den wir zwischen Cadiz und Conil de la Frontera besuchten. Schöne weiße und saubere Strände, die nicht so stark durch Hotelkomplexe vergewaltigt wurden wie die Costa del Sol im Osten, waren eher die Regel als die Ausnahme. Viel interessanter für mich persönlich aber waren die gebirgigen Regionen im Hinterland. Ab Arcos de la Frontera wurde es immer grüner, immer steiler und immer schöner. Stille Oasen in den Zwischentälern der Sierra de Grazalema, weiße, an den Hängen der Berge verankerte Dörfer, die vom dunstigen Nebel umspielt wurden, zeigten mir die abgeschiedene Seite Andalusiens, und die für mich landschaftlich schönste. Leider lässt sich auf den engen Straßen kein Stopp einlegen und sowieso ist das Auto zwar eine einfache und schnelle, aber nicht die beste Methode, dieses Gebiet zu erkunden. Ein einwöchiger Wanderurlaub in dieser Gegend ist sicher zu rechtfertigen. Auch weiter östlich rund um Ronda waren landschaftliche Highlights anzutreffen, wie die Schlucht am Rio Guadalevin und Rondas atemberaubende Lage selbst. Erst die Sierra Nevada und die sich südlich anschließenden Alpujarras konnten, was die optische Attraktivität anging, wieder daran anknüpfen. Der Abstecher an die Costa del Sol barg einige schöne (Nerja, Cuevas de Nerja) und weniger schöne (Almuñécar) Orte. Wieder Richtung Nordwesten unterwegs fuhren wir hinter Granada noch durch ein paar sehenswerte Landstriche, aber zwischen Jaén, Córdboba und Sevilla gab es meist nur öde Olivenbaumplantagen, bewirtete Felder und ein paar sanftgrüne Hügel, die allesamt in landschaftlicher Hinsicht sicher keine Reise wert gewesen wären.
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