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© by Jens Sieckmann

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Nun, was soll ich sagen bei einer lediglich eintägen Radtour. Von "Erfahrungen" kann man üblicherweise in einem so kurzem Zeitraum nicht sprechen, doch will ich eine "Gefahr" des Alleinfahrens andeuten. Fährt man allein, hat man die absolute Freiheit über sich selbst und die zu bewältigende Strecke. Bei einigen kann dieses (wie scheinbar an diesem Tag auch bei mir) zu einem Ehrgeiz führen, der nicht immer ganz gesund ist, denn man möchte weiter und schneller fahren als sonst üblich mit dem Partner oder in der Gruppe. Überschätzt man sich dann noch selbst oder hat gesundheitliche Probleme (z.B. Knieschmerzen) kann die Reise leicht zu einem sehr unangenehmen Trip werden.

Hier in Deutschland allerdings ist die Gefahr zwar relativ gering, sich bei einem solchen Unterfangen ernsthafte Probleme einzuhandeln, da Hilfe meist in Reichweite ist. Doch in abgelegenen Gebieten ohne gute Versorgungsmöglichkeiten und medizinische Infrastruktur kann das böse ins Auge gehen. Deshalb ist es wichtig, gerade wenn man alleine fährt, sich nicht zu überschätzen und lieber ein paar Kilometer weniger zu radeln als geplant und vor allen Dingen genug Proviant und Wasser mitzuführen.

Eine Sache, die einem schnell beim Alleinradeln auffällt, ist der schnelle Kontakt zu anderen Menschen, meist anderen Radlern. Ich hatte gleich drei intensive Gespräche auf meiner Tour, die allesamt interessant und aufschlussreich waren, weil sie viel über die Art, wie man reist, verraten.

Soviel zu diesen Themen. Was das Radfahren im Ahrtal und in der Eifel betrifft, möchte ich den Ahr-Radweg an sich besonders hervorheben. Wer in der Region wohnt, sollte es sich keinesfalls nehmen lassen, diesen zu befahren. Es ist kein touristisch ausgetretener Rhein- oder Donauweg, aber gerade deshalb für mich, und wahrscheinlich für viele andere auch, wesentlich attraktiver. Die warmen Temperaturen selbst im Herbst sollen den Weg angeblich auch bis in den späten Oktober rein angenehm befahrbar machen, wohingegen das für die bergige Eifel nicht mehr zutrifft.

Mich hat die grüne, teilweise sehr zerklüftete Landschaft an den Ufern des Flusses überzeugt, und auch kulturell bietet die Gegend, den Wein natürlich eingeschlossen, genügend Möglichkeiten. Allein in dem Gebiet um Bad Neuenahr und besondes Ahrweiler kann man ein zwei oder drei volle Tage verbringen.